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Chessy

Europameisterschaft im Schulschach
vom 9. bis 15. Juli 2004 in Varna / Bulgarien

Bericht von Kirsten Siebarth

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Herder Gymnasium Arnstadt gewinnt Europameisterschaft 2004

Herder Gymnasium Arnstadt
Kirsten Siebarth, Lena Hoffmann, Christian Schneider, Raiko Siebarth, Marco Siebarth

Ein Bericht von Kirsten Siebarth

Das bulgarische Varna war auch in diesem Jahr wieder der Schauplatz der Europameisterschaft im Schulschach. Das Herder Gymnasium Arnstadt mit dem Erfolgstrio Raiko Siebarth, Christian Schneider und Lena Hoffmann nahm als Vize-Europameister des Vorjahres wiederum teil. Mit großen Zielen und vielen schachlichen Ideen bestiegen die 3 Kämpfer, ergänzt durch den Betreuer und Mann für die gute Laune Marco Siebarth und mit Betreuerin Kirsten Siebarth am 09. Juli 2004 den Flieger in Leipzig.

In 5 Runden wurde der Europameister im Schulschach ermittelt.

Gleich in Runde 1 wurde das Herder Gymnasium Arnstadt gegen die erste türkische Mannschaft aus Isik ausgelost. Beide Jungen starteten in das Turnier mit einem Sieg und konnten somit das Herder Gymnasium mit 2:0 in Führung bringen. Lena verrechnete sich im Endspiel, stellte einen Bauern und somit auch gleich die gesamte Partie ein.

In Runde 2 folgte nun eine stark besetzte Mannschaft aus Weißrussland, Gymnasium Nr.16 aus Gomel. Lena konnte gleich nach zwei Stunden mit ihrem Sieg die Arnstädter in Führung bringen. Auch Raiko an Brett 1 entschied seine Partie für sich. Das schwerste Duell musste Christian Schneider am Brett 2 absolvieren, denn er kämpfte gegen die auf internationaler Ebene schon mehrfach erfahrene K. Kirpichenko. Nach 6 Zeitstunden erkämpfte Christian in einer hervorragend gespielten Partie ein Unentschieden. Somit ging auch die 2. Runde an die Thüringer.

In Runde 3 konnte das Herder Gymnasium einen souveränen 3:0 Sieg über Isik 2 landen und lagen nun schon punktgleich mit der favorisierten bulgarischen Mannschaft aus Sofia an Platz eins.

Nun stand in Runde 4 der entscheidende Kampf gegen die bulgarischen Meister 2004 und Vorjahressieger, 31 SUCEM „Iv. Vazov“ an. Raiko´s Gegner, D. Kiov, vertrat schon mehrfach Bulgarien bei den Europa- bzw. Weltmeisterschaften. Lena Hoffmann erkämpfte, aufgrund eines Figurenverlustes der Gegnerin den ersten Punkt für Deutschland. Für Christian verlief die Partie ebenfalls sehr positiv. Nachdem Christians Gegner den entscheidenden Gewinnzug übersehen hatte, konnte Christian mit einer Gegenoffensive eine für den Gegner nicht mehr abwendbare Mattkombination abwenden. Raiko bezwang im Naidorf System nach mehr als 5 Stunden D. Kirov und erkämpfte somit den dritten Punkt für das Arnstädter Gymnasium. Ein großartiger Erfolg.

Urkunde für Siegermannschaft In der letzten Runde wurden die Arnstädter gegen den rumänischen Meister ausgelost. Auch hier setzte sich das Erfolgstrio souverän mit einem 3:0-Sieg durch. Ungeschlagen wurde das Arnstädter Herder Gymnasium Europameister im Schulschach und kann ganz stolz auf diesen, für Deutschland erstmalig erkämpften Titel, schauen.

Die bulgarischen Organisatoren gaben sich bei der Durchführung dieser Meisterschaft große Mühe. So war die ganze Zeit über der Leiter der bulgarischen „National Sports Academy“, Professor Radislav Atanassov vor Ort, um die schachlichen Nachwuchstalente beobachten zu können. An dieser bulgarischen Universität hatte beispielsweise Veselin Topalow mehrere Jahre studiert. Bedauerlicher Weise konnte Deutschland am Simultanturnier mit Veselin Topalow am 17. Juli 2004 nicht teilnehmen, da der Rückflug nach Leipzig angetreten werden musste.

Für die drei Kämpfer Raiko, Christian und Lena war dieser Titel nach dem 3maligem Deutschen Meister im Schulschach und dem Vize-Europameister im Vorjahr der absolute Höhepunkt in ihrer bisherigen schachlichen Laufbahn. Neben dem schachlichen Kämpfen konnten auch viele Freundschaften mit den Spielern der anderen Länder geschlossen werden. Bei der Abschlussbetreuerveranstaltung wurde sich seitens der deutschen Mannschaft für die angenehme Atmosphäre, die gute Gastfreundschaft sowie über die sportliche Fairness aller beteiligten Mannschaften bedankt. Dieses brachte Deutschland einen großen Applaus aller betreuenden Mannschaftsleiter und Organisatoren ein. Gleichzeitig ein fantastischer Ferienstart, um somit neue Kräfte für die kommende Saison 2004/05 sammeln zu können.

(Kirsten Siebarth)


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