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SchachOlympiade Dresden 2008

Olympiaausschuss setzt Signale!

Der Olympiaausschuss erstellte ein umfangreiches Programm für einen Schachaufschwung in Deutschland, dessen Motor die Schacholympiade 2008 in Dresden sein wird.

In Dresden wird viel bewegt. Die Stadt beteiligt sich mit 500.000 Euro an der Organisation. Die Unterstützung geht quer durch alle Fraktionen. Das Land Sachsen hat sich ebenfalls hinter die Bewerbung gestellt. Aus der Wirtschaft gibt es viele positive Signale, vor allem die Halbleiterindustrie, die stark in Dresden vertreten ist, hat jetzt schon eine Zusage gegeben, die Schacholympiade zu unterstützen.

Die Übergabe der Bewerbungsunterlagen am Rande der Frauen-Europameisterschaft gab schon wichtige Hinweise für die zu erwartende Organisation. Alle Beteiligten zeigten sich begeistert, vor allem aber vom Olympiakonzept und der Ausrichtungsstätte, dem vollkommen neu erbauten Kongresszentrum in Dresden. Der weltbeste Schachspieler Garry Kasparow war begeistert, der Bundesinnenminister Otto Schily genauso wie die anwesenden Vertreter des Weltverbandes FIDE. Und nachdem nun Indien auf eine Gegenkandidatur verzichtete, zog nun auch Armenien nach. Beide Kandidaten sagten vielmehr jetzt: Wir unterstützen Dresden!

Das deutsche Schach bekommt also nach vielen Jahren die größte und wichtigste Schachveranstaltung der Welt geschenkt. Geschenkt durch das Engagement der Stadt Dresden, der Schachorganisation in Dresden. Komplett finanziert auf dem Tablett serviert.

Und wir, was machen wir?

Wir das deutsche Schach müssen die riesige Chance nutzen und die Schacholympiade umsetzen in einen Aufschwung des deutschen Schachs, wie wir es zum letzten mal beim Weltmeisterschaftskampf Fischer – Spasski erleben durften! Die Schacholympiade ist nach der Sommerolympiade das zweitgrößte Sportereignis auf der Welt. Es wird Aufmerksamkeit bekommen.

Doch der Schachboom wird uns nicht in den Schoß fallen. Wir müssen ihn uns erarbeiten. Erarbeiten durch Aktionen, durch Veranstaltungen, durch neue Angebote, durch verstärkte Aktivitäten in bestehenden Bereichen wie der Ausbildung, der Jugendförderung, etc. Die ersten Weichenstellungen dafür hat der Olympiaausschuss des DSB auf seiner Sitzung im April vorgenommen. Schon Ende des Jahres 2004 geht es los, unmittelbar nach der Vergabe der Schacholympiade an Dresden.

Ein Problem bleibt noch. Die Schacholympiade wird in Dresden finanziert. Den deutschen Schachboom müssen wir die Vereine, Landesverbände und Schachspieler zuwege bringen und eben auch finanzieren. Aus dem normalen Etat lässt sich das nicht finanzieren. Dafür benötigen wir eine eigene Umlage. Der Antrag dafür liegt vor und darüber wird auf dem diesjährigen DSB-Kongress abgestimmt.

Schachboom in Deutschland bedeutet aus Sicht des Olympiaausschusses eine Mitgliedersteigerung von mindestens 25 Prozent. Von dieser Mitgliedersteigerung profitieren dann alle!

Ergreifen wir die einmalige Chance!

Jörg Schulz


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© 1.98 by Gerhard Hund (TeleSchach) für die DSJ in der Deutschen Sportjugend | Update 15.05.2004