![]() |
Deutsche Schachjugend |
![]() |
Bericht des 1. Vorsitzenden der DSJ über das Jahr 2001
Liebe Schachfreunde,
ein aufregendes und ereignisreiches Jahr liegt wieder hinter dem Jugendschach innerhalb des Deutschen Schachbundes, das durch die eigenverantwortlich und selbstbestimmten Schachjugenden organisiert und verantwortet wird.
Ich möchte über das abgelaufene Jahr Bericht geben, jedoch nicht in der gewohnten Form. Wir haben uns im Vorstand der Deutschen Schachjugend entschieden, mit der Berichtsform der stark veränderten Vorstandsarbeit gerecht zu werden.
Die immer vielfältiger und umfangreicher werdende Arbeit in der DSJ zwingt den Vorstand, ressortübergreifend zu arbeiten. Projekte der Öffentlichkeitsarbeit und Werbung für den Schachsport wie das Bundesjugendtreffen oder die Messe YOU lassen sich nicht einfach bei einem Ressort abladen, daran muss quer durch den Vorstand gearbeitet werden.
Und auch bei unserem wichtigsten Angebot für die Jugendlichen, gleichzeitig auch die größte Werbeveranstaltung für den Schachsport, die Deutschen Meisterschaften als zentrale Veranstaltung sind nur zu meistern, wenn alle Vorstandsbereiche zusammen am Gelingen arbeiten.
Wir sollten aber nicht nur in der Berichtsform über das abgelaufene Jahr auf die Veränderungen reagieren, wir müssen auch die Strukturen für die künftige Arbeit verändern.
Wir haben deshalb diese Ideen auch in die Diskussionen um die Organisationsentwicklung der DSJ eingebracht und entsprechende Anträge gestellt, die von der diesjährigen Jugendversammlung zu verabschieden sind. Zur Koordination der umfangreichen Aufgaben haben wir beantragt, einen zusätzlich zweiten Vorsitzenden einzuführen und dafür das Referentenamt für Mitarbeiterqualifikation zu streichen. Eine klassische Aufgabe, die quer von allen Ressorts erledigt wird.
Diese veränderte Arbeitsweise scheint uns auch vorbildlich für die Landesschachjugenden und den DSB zu sein, viel zu oft wird noch zu kleinzellig gedacht, gehandelt und zu viel Energie verbraucht.
mit der Organisationsentwicklung die Zukunft gewinnenDas Projekt der Organisationsentwicklung der Deutschen Schachjugend hat in dem vergangenen Jahr deutliche Fortschritte gemacht und nimmt langsam konkrete Formen an. So konnten durch die Projektgruppe, in der für die Landesschachjugenden Helmut Stadler (Bayern) und Mathias Kordel (Nordrhein-Westfalen) und für die Deutsche Schachjugend Patrick Wiebe und Jörg Schulz vertreten sind, nicht nur die Konzepte für das Leitbild, das Führungskonzept und das Strukturkonzept fertig gestellt, sondern auch die Diskussion mit den Landesschachjugenden begonnen werden.
Dazu wurde den Teilnehmern der Herbsttagung das Thema Organisationsentwicklung durch den Geschäftsführer der deutschen sportjugend, Herrn Ochs, in einem fachkundigen Referat näher gebracht. Dieses war besonders interessant, weil der Referent immer Beispiele aus der eigenen Praxis bringen konnte, da die deutsche sportjugend selbst gerade den Prozess der Organisationsentwicklung durchläuft. Neben dem inhaltlichen Einstieg wurde auch die Notwendigkeit der Organisationsentwicklung für die Deutsche Schachjugend verdeutlicht:
- Leere öffentliche Kassen, sich schnell verändernde Bedürfnisse unserer Zielgruppen, der technologische Wandel und die zunehmende Konkurrenz durch kommerzielle Anbieter sind nur einige Herausforderungen, denen sich die Deutsche Schachjugend mit ihren Landesschachjugenden in nächster Zeit verstärkt stellen muss.
Bei der anschließenden Diskussion der erarbeiteten Konzepte mit den anwesenden Landesschachjugenden konnte über die wesentlichen Inhalte Einvernehmen erzielt werden, wobei gerade bei dem Führungskonzept nur eine geringe Bereitschaft für Veränderungen vorhanden war. So fanden weder die Verkleinerung des Vorstandes noch das Auflösen des Ressortprinzips die Zustimmung der Landesschachjugenden.
Das Leitbild hingegen wurde in seiner präsentierten Form akzeptiert und lediglich redaktionell verbessert. Auch die Ideen des Strukturkonzeptes wurden begrüßt, wenn auch die Netzwerkbildung zwischen den Landesschachjugenden nicht vorangetrieben werden konnte.
Insgesamt lässt sich ein positives Fazit aus der inhaltlichen Diskussion der Konzepte mit den Landesschachjugenden ziehen, wobei dieses aber nicht über die geringe Beteiligung hinwegtäuschen kann. Hier stellt sich uns die Frage, ob das Thema der Organisationsentwicklung nur wenige der Landesschachjugenden interessiert oder für einige Landesschachjugenden einfach zu weit weg ist?
Nachdem nun im Frühjahr die Arbeiten an den Konzepten mit dem Leistungs- und Qualitätskonzept abgeschlossen sind, werden wir als Nächstes gemeinsam mit den interessierten Landesschachjugenden nach Wegen der Realisierung der Konzepte suchen. Als erster Schritt werden dazu die erarbeiteten Veränderungsvorschläge als Anträge zur Jugendversammlung vorliegen. Ein weiterer Schritt soll die Umgestaltung der Herbsttagung im kommenden Jahr sein, mit der wir die Netzwerkbildung zwischen den Landesschachjugenden unterstützen wollen. Außerdem wollen wir mit Modellprojekten in direkter Zusammenarbeit mit einer oder wenigen Landesschachjugenden euch den direkten Nutzen der Organisationsentwicklung zeigen. Nicht zuletzt wird auch der Vorstand der Deutschen Schachjugend sich weiter mit den Konzepten auseinandersetzen und seine eigenen Arbeitsformen professionalisieren. Darüber werden wir die Landesschachjugenden natürlich laufend informieren und um Rückmeldung bitten.
die Jugend zieht mit am StrangAuch in dem hinter uns liegendem Jahr wurden wieder "Jugendsprecherseminare" durchgeführt. Nachdem wir schon im letzten Jahr allerdings festgestellt hatten, dass dieser Titel nicht den eigentlichen Geist der Seminare trifft, da nur ein Teil der Anwesenden wirklich Jugendsprecher waren, schreiben wir diese nun als "Seminare für aktive Jugendliche" aus, wobei noch nach besseren Titeln gesucht wird.
Diese Seminare finden zwei- bis dreimal im Jahr immer an Wochenenden statt, so dass wir schon fest eingespielte Seminarabläufe haben.
Am Freitagabend findet neben der Vorstellungsrunde meist noch ein thematischer Teil zu einem aktuellen Thema in der DSJ-Arbeit statt, der Samstag ist vollständig dem Hauptthema, das meist aus den klassischen Weiterbildungsbereich stammt (z.B. Rhetorik, Moderation, Argumentation, Layout), aber auch direkt mit dem Thema Schachorganisation verbunden sein kann (z.B. Image des Schachsports), gewidmet. Diese Themen helfen den Jugendlichen nicht nur in ihrer Arbeit in den Schachorganisationen weiter, sondern sind auch in ihrem Alltag in Schule und Studium zu gebrauchen. Am Sonntag schließen die Seminare normalerweise mit einer Einführung in die Strukturen der Schachjugendorganisationen für die Seminarneulinge, während die anderen die Zeit für Planungen konkreten Aktionen (z.B. das Bundesjugendtreffen), aber auch konzeptionelle Arbeit, wie den Messeauftritt der DSJ, verwenden.
Neben der Weiterbildung von jungen Menschen, die aktiv in unseren Strukturen mitarbeiten, und der konkreten Umsetzung der geplanten Aktionen und Konzepten, dienen diese Seminare auch dazu die Kontakte zwischen den Aktiven aus zu bauen, junge Menschen, nicht durch irgendein langfristig bindendes Amt gezwungen, an die DSJ heran zu führen und das Wesen und die Ideen der DSJ auch an die Basis heran zu führen, gleichzeitig aber auch ein direktes Feedback der Jugendlichen zu erhalten. Insgesamt sind schon fast 90 Jugendliche in dem auf den Seminaren begründeten Netzwerk
Weiterhin sollen diese Seminare Anstoß für die Jugendlichen sein, die kennen gelernten Ideen in ihrem eigenen Landesverband, Verband oder Bezirk durch zu setzen und dort somit immer mehr junge Menschen mit der Schachorganisation vertraut zu machen. So sind viele unserer Seminarbesucher aktive Mitglieder im neu gegründeten NRW-Aktionsteam oder im Hamburger AfaJ (Ausschuss für allgemeine Jugendarbeit). Im Jugendvorstand der Schachjugend Sachsen-Anhalt finden sich viele Lehrgangsteilnehmer in verschiedenen Funktionen wieder.
Aber auch in vielen anderen Landesverbänden zeigt sich Bewegung, viele versuchen eigene Seminare anzubieten, wobei wir Ihnen beim Aufbau dieser Strukturen, soweit es uns möglich ist, immer gerne zur Hand gehen. Ganz aktuell ist Bayer in die Jugendsprecherarbeit eingestiegen. In Württemberg wird es 2003 den ersten Lehrgang geben.
... Seminar in Würzburg
Die erste der beiden Maßnahmen wurde vom 21.2-23.2. in der DJH Würzburg durch geführt. Zusammen mit der Referentin Cornelia Müller, die uns von der Deutschen Schützenjugend empfohlen worden war, machten sich über 20 Teilnehmer nach Franken auf, um die hohe Kunst der Rhetorik zu erlernen. Direkt unterhalb des Festungsberges, direkt am Main trafen wir uns also, am Freitag das erste mal im neuen Jahr, wobei der hohe Anteil (ca. 40%) von "Neuen" ins Auge fiel, eine Sache die uns immer erfreut.
Da viele erst recht spät anreisten, kamen wir am Freitag nur zu einigen Kennenlernspielen und einer Übersicht über das aktuelle Geschehen in der DSJ, bevor man den Abend gemütlich mit der DSJ-Spielekiste beendete. Am Samstag widmeten wir uns ganz der Rhetorik und konnten manche theoretische Erläuterung dank der zahlreichen praktischen Übungen zum Auftreten oder zur eigentlichen Rede gut verdauen.
Es zeigte sich, dass wir dieses Mal großes Glück mit der Referentenwahl gehabt hatten, was auch alle Teilnehmer nur bestätigen konnten. Trotz der Bitten einiger Teilnehmer doch am Sonntag etwas später ins Seminar ein zu steigen, wurden an diesem Tag noch viele Ideen und ein gutes Team für das Bundesjugendtreffen der dsj in Schwäbisch-Gmünd gefunden, während die "Neuen", wie oben erwähnt, sich ein Überblick über die DSJ- Strukturen machten.
... Seminar Göttingen
Da wir zu nächst davon ausgingen nur zwei Seminare im Jahre 2001 finanzieren zu können, planten wir das 2. Seminar relativ spät, erst 21.-23. September zu veranstalten, als Seminarort wählten wir diesmal wieder eine Stadt, die von ihrer Universität geprägt ist und relativ zentral für alle zu erreichen ist, nämlich Göttingen. Dieses Mal hatten wir mit Teamarbeit ein viel beschworenes Thema gewählt, wofür es aber leider sehr schwierig war einen geeigneten Referenten zu finden. So waren wir schließlich froh, dass Rudolf Schmidt von der deutschen sportjugend, sich bereit erklärte sich in dieses Thema ein zu arbeiten und es uns näher zu bringen. Die 23 Seminarteilnehmer zeigten sich von der Wahl des Themas schon im Vorfelde positiv überrascht, also konnte wohl nichts mehr schief gehen. Leider zeigte sich vor Ort, dass der Referent leider zu immer größeren theoretischen Kreisen hinaus zog, dabei leider nicht die Altersstruktur und die fehlende Seminarerfahrung vieler Teilnehmer (wir hatten wieder einen hohen Anteil Erstteilnehmer) bedachte, so dass viele in ihren Erwartungen nicht befriedigt werden konnten. Wir werden nun in Zukunft in den Vorbereitungsgesprächen mit den Referenten ihnen die Altersstruktur stärker vor Augen führen.
Am Sonntag folgte wieder die Erläuterung der DSJ-Strukturen bei den Erstteilnehmern, während sich die anderen Gedanken zu dem Auftritt der DSJ auf solchen Messen wie der YOU, aber auch auf kleineren Veranstaltungen machten.
Die Teilnehmer äußerten sich dennoch insgesamt sehr positiv über das Seminar und das Seminarklima.
Als sich im Oktober noch kurzfristig die Möglichkeit ergab ein weiteres Seminar an zu bieten, fehlte uns leider die nötige Zeit, um ein drittes Seminar zu verwirklichen.
Insgesamt waren die Seminare im Jahre 2001 wieder ein großer Erfolg, wir haben viele neue, junge Aktive von unserer Arbeit überzeugen können. Weiterhin zeigen sich nun auch langsam die ersten Ergebnisse in den Landesverbänden.
Andererseits ist es, wie auch in den Jahren zuvor wieder zu beobachten, dass viele Landesverbände in der Jugendsprecherarbeit noch deutlich zurück liegen, wobei gerade aus diesen Verbänden kaum Teilnehmer zu unseren Seminaren finden.
... Konferenz soziale Talente
der deutschen sportjugend in der Universität von Bayreuth. Im Mittelpunkt dieser sozialen Konferenz stand der jugendliche Mitarbeiter im Sport. Wie kann er gefördert werden, wie kann er geworben werden, wie kann ihm geholfen werden, was führt einen Jugendlichen dazu, sich über das eigene Sporttreiben hinaus zu engagieren?
Bei diesem Thema durften wir natürlich nicht fehlen und so reiste eine Delegation der DSJ unterstützt von Mitstreitern der Schachjugend NRW nach Bayreuth und präsentierte unsere Stellwand und um sie herum unsere doch recht erfolgreiche Arbeit für den jugendlichen Mitarbeiter in verschiedenen Workshops.
Die soziale Konferenz zeigte uns, dass wir auf dem richtigen Weg sind und uns in diesem Punkt überhaupt nicht zu verstecken brauchen. Darum noch einmal für alle, die sich noch etwas bedeckt halten: Einen Mangel an Mitarbeitern gibt es im Jugendsport nicht, man muss nur wissen, wie die Jugendlichen anzusprechen sind. Mit einem traditionellen Funktionärsbetrieb nur schwer, mit modernen, zeitgemäßen Angeboten, bei denen der Jugendliche ernst genommen wird und Verantwortung übertragen bekommt ja.
mit Meisterschaften motivierenNeben den Standardmeisterschaften der DSJ (Einzel, Länder, Vereine) führten wir diesmal im Rahmen des Bundesjugendtreffens eine erste Schnellschachmeisterschaft durch, um dort Schach als Wettkampfsport zu präsentieren, und um den zeitlichen Rahmen der Veranstaltung nicht zu sprengen, kam es zu dieser Premiere im Schnellschach, die gut angenommen wurde und gut über die Bühnen ging.
Die Deutschen Einzelmeisterschaften fanden nach den zwei Jahren in Oberhof nun im Sauerland Sternhotel in Willingen wieder unter einem Dach statt. Wohnen, Spielen, Freizeit, alles zusammen in einem Komplex. Dies vereinfachte die Arbeit unseres Nationalen Spielleiters, der wieder die sportliche Gesamtleitung inne hatte, genauso wie die der übrigen Organisatoren. Aber auch die Teilnehmer und Betreuer profitierten von dieser wirklich zentralen Ausrichtung und wussten sie zu schätzen.
Ein nicht kleiner Schatten lag aber auf dieser zentralen Ausrichtung und führte hier und da zur Kritik: Das Sauerland Sternhotel beherbergte auch andere Gäste, die zwar Sportler waren, aber sich hier einfanden, um ihren Saisonabschluss zu feiern mit viel Alkohol. Wir glauben zwar, dass diese Störungen durch uns und dem Hotel in Grenzen gehalten werden konnten, akzeptieren aber auch, dass diese Gäste bei einigen starkes Unwohlsein auslösten.
Die Meisterschaften endeten mit einem wirklichen Höhepunkt der Siegerehrung. Diese ist immer ein herausragender Abschluss einer Meisterschaften, in diesem Fall wurde sie aber zu einem richtigen Jugendfest mit vielen abwechslungsreichen Programmpunkten, an die sich alle noch lange erinnern werden. Mit ihr wurde ein wichtiger Punkt dieser zentralen Meisterschaften besonders in den Mittelpunkt gestellt: Die Förderung der Motivation bei allen Beteiligten. Mit der zentralen Meisterschaft soll der Virus Schach ganz tief und unwiederbringlich auf alle übertragen werden. Schach muss ein Erlebnis sein mit Tiefenwirkung! Und da sind wir auf dem besten Weg.
Der Vorstand und der Arbeitskreis (AK) Spielbetrieb sehen deshalb auch keine Veranlassung, an dieser Meisterschaft gravierende Änderungen vorzunehmen.
Die Einführung einer DEM U8 und auch einer DVM u10 lehnt der AK Spielbetrieb einstimmig (8:0) ab. Er befürwortet aber sehr wohl die Einführung regionaler Turniere, um die Kinder früher spielerisch an das Schach heran zu führen! Hier sind die Landesschachjugenden und regionalen Ebenen gefragt und gefordert!
Ändern muss sich aber in vielen Punkten die Zusammenarbeit zwischen den Landesschachjugenden und der DSJ. Diese Großveranstaltung mit ca. 600 Teilnehmern bedarf einer genauen Planung. Diese kann aber nur einigermaßen gut bewältigt werden, wenn alle mitziehen. Dazu gehört, die Meldetermine einzuhalten, in den Ländern eine vernünftige Vorplanung durchzuführen, die Gelder an die DSJ rechtzeitig zu überweisen. Bewährt haben sich jedoch die vom AK Spielbetrieb entwickelten Betreuerbögen, die auch in Zukunft verwendet werden.
Die Deutschen Ländermeisterschaften in Greifswald verliefen problemlos mit guter Organisation. Erstmals gab es auch dort kostenlose Rundengetränke für die Spieler. Zufrieden können wir aber mit den Ländermeisterschaften nicht sein. Es nahmen nur 12 beziehungsweise 10 Team teil, wobei es die verschiedensten Gründe für die Absagen gab!
Der AK Spielbetrieb beschäftigte sich intensiv mit der DLM und sprach sich übrigens für die Beibehaltung der Meisterschaften aus (5:2 bei einer Enthaltung), regt aber Änderungen an, um wieder mehr Länder zur Teilnahme zu bewegen. Die Länder sollen über die Gestaltung "ihrer" Meisterschaften frei entscheiden. Man ist aber zur Überzeugung gekommen, das der Sommertermin sich nicht bewährte und daher verlegt werden sollte (einstimmig bei drei Enthaltungen). Andere Anregungen sind Verjüngung (4:1 bei drei Enthaltungen) und Kürzung um einen Tag (4:2 bei zwei Enthaltungen).
Die Organisation der Deutschen Vereinsmeisterschaften bereitete hingegen im Vorfeld große Probleme. Skandalös war die Tatsache, das der Norden (ohne Rücksprache mit der DSJ und den Vereinen!) eine Qualifikation U14w absagte (und nachträglich improvisierend nachholte), obwohl sich mehr Teams anmeldeten, als Qualifikationsplätze zur Verfügung standen. Auch bei der U20w erfolgten Namensnennungen ohne Rücksprache mit den Vereinen! Glücklicherweise ließ sich vieles noch regeln...
Da es auch in anderen Gruppen, Meisterschaften (Ausnahme U12) zu Meldeproblemen, Absagen (teilweise kurzfristig) kam, hat der Arbeitskreis Spielbetrieb einige Absprachen getroffen: Die Qualifikationsgruppen/Landesschachjugenden sind für die Qualifikation verantwortlich; dazu gehört neben der Vereinsmeldung an die DSJ auch die Angabe der Kontaktperson (möglichst inklusive Telefon, Fax, Email) und die Nennung möglicher Nachrücker (zum Vergleichen daher auch Tabellen sinnvoll).
- Vor allem ist es aber nicht Aufgabe der DSJ die Vereine abzufragen, wer teilnimmt und wer nicht; dies ist Aufgabe der Meldenden und zwar bis zum 1. Oktober!
Erfreulicherweise war die U14w erstmals mit 20 Teams vollständig besetzt und auch die U20w erlebte mit 16 Teams eine ansehnliche Steigerung der Teilnehmerzahlen gegenüber den Vorjahren. Sicherheitshalber weise ich darauf hin, das die u20w ab diesem Jahr mit 16 (statt bis zu 20) Teams spielt; Nachrückerplätze werden also unwahrscheinlicher.
Schule wird durch Schach schönerSchulschach ist ein relativ selbständig arbeitendes Gebiet der DSJ, das deshalb ab und an in den Mittelpunkt der Überlegungen der DSJ gestellt werden muss. Angefangen haben wir damit auf der letzten Jugendversammlung, indem wir den inhaltlichen Schwerpunkt diesem Thema gewidmet hatten und Schach an Schulen von verschiedenen Seiten aus betrachtet und diskutiert haben. Über die Öffentlichkeitsarbeit haben wir Schulschach einem größeren Kreis von Interessierten vorgestellt.
Insgesamt schien es dem Vorstand aber wichtig zu sein, auch in eine Analyse des Schulschachs in Deutschland einzutreten, das eigentlich nur durch die strikt organisierten und leistungsorientiert durchgeführten Schulschachmeisterschaften auffällt, einzusteigen. Diese Analyse wurde unterstützt und mit Ideen befruchtet durch Kenntnisse des Schulschachs in Frankreich.
Der DSJ-Vorstand beschloss dann auch auf seiner Dezembersitzung, die Organisation zu verändern und erteilte den Auftrag an den neu zu schaffenden Arbeitskreis Schulschach, die bisherigen Schulschachmeisterschaften und das Schulschachangebot auf den Prüfstand zu stellen.
- Wie läßt sich Schulschach öffentlicher organisieren, wie läßt es sich stärker öffnen für Nichtschachspieler, wie kann es an Bedeutung in den Schulen gewinnen, wie kann man die Zusammenarbeit mit den bestehenden Ansätzen im Schulschach und deren Trägern (Schulschachstiftung, Dortmunder Schachschule, Dresdner Grundschulmodell etc) steigern und bundesweit nutzen?
Der Vorstand ist sich einig, dass neben dem Vereinsschach keine zweite Leistungsebene über das Schulschach in Deutschland aufgebaut werden muss. Vielmehr muss der Werbecharakter im Schulschach stärker in den Vordergrund gestellt werden. Diese Neuüberlegungen werden auch mit organisatorischen und finanziellen Veränderungen einhergehen.
Interessant war auch die Mitwirkung an einer Modellmaßnahme im Seniorenbereich des Deutschen Sportbundes. Es wurden zwei Lehrgänge in Niedersachsen und Rheinland-Pfalz durchgeführt, um Senioren als Teams mit Jugendlichen zu Schulschachleitern auszubilden. Eingeführt wurde dafür das Schulschachdiplom.
Die Schulschachmeisterschaften liefen im gewohnt guten Rahmen ohne Probleme ab. Besonders die letztes Jahr noch diskutierte Mädchenmeisterschaft fand positive Aufnahme bei den Mädchen und eine gute Beteiligung bei der Ausrichtung in Berlin.
und Schach macht Ferien schönerFast hätte Roul vergessen, dass um 22.00 Uhr Bettruhe gewesen wäre, aber Eike hat es ihm erst neun Mal gesagt und das reicht beim besten Willen nicht. Philipp muss mittlerweile zum vierten Mal auf die Toilette, Pascal kann sich unter keinen Umständen erinnern, wo sein Schlafanzug geblieben ist und ach natürlich, da ist auch noch Carolin, die schnell den letzten Satz zu Ende lesen muss und André, der seltsam plötzlich von seinem trockenen Hals überrascht wurde und ein Schluck Cola braucht. Cola vor dem Schlafengehen? Nun ja, es ist der letzte Abend des Sommerlagers und irgendwie möchte man alles bis zum Schluss auskosten. Auch die Leiter der Deutschen Schachjugend, die eine Woche mit den Kindern in Rinteln verbrachten.
Rinteln ist eine kleine beschauliche Stadt an der Weser, die aufgrund ihrer vielfältigen Freizeitmöglichkeiten und attraktiven Ausflugsziele in der näheren Umgebung zum Ziel des diesjährigen Sommerlagers wurde. In der Woche vom 21. Juli bis zum 28. Juli 2001 fanden sich 20 Kinder aus ganz Deutschland in der örtlichen Jugendherberge ein und erlebten eine Woche voll spannendem Programm.
Wir besuchten ein nahegelegenes Erzbergwerk und ließen uns von einem ehemaligen Kumpel durch die Stollen führen. Mit der Zeit wurde ein unglaublich komplexes und weitverzweigtes Tunnelsystem angelegt, so dass wir erst einmal mit einer Grubenbahn in den Berg einfahren mussten. Tief im Berg war es unglaublich kalt und man wunderte sich, wie die Bergleute früher unter solchen Bedingungen arbeiten konnten. Einige Autostunden von Rinteln entfernt befindet sich der Teutoburger Wald, der in der Antike zum Schauplatz einer der größten Auseinandersetzungen zwischen Römern und Germanen geworden war. Auch wenn man heute nicht mehr genau weiß, an welcher Stelle der Germane Hermann den römischen Feldherren Varus besiegte, ragt ein Denkmal hoch über die Baumspitzen hinaus - das Hermannsdenkmal, das praktischerweise zu besteigen ist und einen wunderbaren Blick über den gesamten Wald erlaubt.
Wir unternahmen einen Tagesausflug in das nur wenige Kilometer entfernte Dinosaurierfreilichtmuseum, in dem die Entstehung der Erde und des ersten Lebens auf anschauliche Weise dokumentiert ist und setzten über das Steinhuder Meer, um den Wilhelmstein zu besuchen, eine befestigte Insel, die im Siebenjährigen Krieg erbaut wurde und später als Gefängnis und Militärschule diente.
Das Schwimmbad direkt in Rinteln war immer einen Besuch wert und auch der Doktorsee, eine Freibadanlage wurde das eine oder andere Mal von uns heimgesucht.
Doch auch das Schachspielen kam nicht zu kurz. Über die Woche lief ein internes Turnier und jeden Tag spielten die Kinder ein oder zwei Runden. Außerdem durfte das Märchenschachturnier nicht fehlen, beim dem alle Schachvariationen zum Einsatz kommen und auch sonst viele Überraschungen für erstaunte Gesichter sorgen.
Der Spaß der Kinder und auch die positive Resonanz der Eltern macht deutlich, wie wichtig das Sommerlager mittlerweile geworden ist und auch wenn wir im letzten Jahr einen Rückgang der Teilnehmer zu verzeichnen hatten, blicken wir zuversichtlich auf die nächste Reise.
von wegen langweilig - Messepräsentationen
Schach ist was für alte Leute! Schach ist verstaubt! Und Schach ist so langsam, dass es gar kein Sport sein kann! Und überhaupt ist Schach eh nur schwarz - weiß!
Zugegeben, die Farbenvielfalt auf dem Spielfeld ist nun wirklich nicht besonders spektakulär. Dass Jugendschach aber sonst gar nichts in dieser tristen und langweiligen Ecke zu suchen hat, in die es gerne gesteckt wird, konnten im vergangenen Jahr viele Kinder, Jugendliche und Erwachsene selbst entdecken. Denn die DSJ trat gleich auf drei Messen auf, um zu zeigen, dass das verstaubte Image nichts mit der Wirklichkeit zu tun hat.
Das mit Sicherheit spektakulärste Umfeld bot sich auf der YOU in Essen, Europas größter Jugendmesse.
Schach dort, wo man es nicht erwartet:... auf der YOU in Essen
Bereits zum zweiten Mal haben die Deutsche Schachjugend und die Schachjugend NRW im vergangenen Jahr die Teilnahme an der größten europäischen Jugendmesse realisieren können. Damit drang Schach als eine von nur fünf Sportarten in diese hauptsächlich kommerziell orientierte Messe. Es bedurfte keiner aufwendigen Präsentation, nur ein wenig Kreativität, um den von der Sportjugend NRW geliehenen Messestand vom tristen Weiß zu befreien.
Neben dem Standardangebot von Simultan war vor allem Blindschach immer wieder Grund genug für die jungen Besucher im Schachstand eine Oase der Ruhe zu finden. Während andere Messestände mit kostenlosen Werbegeschenken und lauter Musik auf sich aufmerksam machen mussten, reichte bei uns erneut das Aufstellen von vielen Schachbrettern, um die Kids an unseren Stand zu binden.
Eine besondere Aktion stellte das Konditions-Blitz auf der Bühne der "Aktion Mensch" dar, bei dem die Kommentare auch in Gebärdensprache zu verfolgen waren.
Ein "Uniform-Simultan" zwischen anwesenden Polizisten und Soldaten war auch für die berichtende Presse eine interessante Abwechslung. Ebenso wie ein Simultan, das ein SPD-Mitarbeiter gegen ein Team aus FDP und CDU anbot. Während der Veranstaltung konnten über 300 Adressen von an einem Probetraining interessierten Besuchern gesammelt werden und mit nötigen Informationen über Vereine in der Umgebung versorgt werden.
Eine solche Veranstaltung lässt sich aber nur durch einen großen Mitarbeiterpool realisieren. Zusammen mit ortsansässigen Schachspielern konnte sichergestellt werden, dass sich zu jedem Zeitpunkt ein 10köpfiges Team in der Nähe des Standes befand. Das junge Durchschnittsalter erwies sich als sinnvoll, um die ebenfalls junge Zielgruppe anzusprechen.
Im Nachhinein zeigt auch die Messe YOU, dass die Schachjugend an ungewöhnlichen Orten auf sich aufmerksam machen kann. Die Planungen für die kommende YOU laufen bereits: der Arbeitskreis Öff-Arbeit wird ein Messekonzept erarbeiten, das sich auch auf andere Messen anwenden lassen soll.
Erfreulich auch, dass sich der Berliner Jugendausschuss kurzfristig entschloss Schach auf der Berliner YOU zu präsentieren. Der dritte Standort der Messe ist Stuttgart. Wie ist es ihr Württemberger?
... auf dem Bundesjugendtreffen 2001 in Schwäbisch Gmünd
Wenn Jugendliche zu einer Großveranstaltung der deutschen sportjugend fahren, erwarten diese vor allem Fußball, Handball, Basketball und vielleicht noch Schwimmen. Schach besitzt aber noch immer einen deutlich unpopulären Charakter, wenn es um das Thema Sport, aber auch um das Interessengebiet der Jugendlichen geht.
Beim Bundesjugendtreffen der dsj in Schwäbisch Gmünd, das im vergangenen Mai zum 11. Mal stattgefunden hat, bewiesen die angereisten Schachspieler nicht zum ersten Mal, dass Schach laut und auffällig sein kann - ohne dabei andere zu provozieren. Mit der zeitgleichen Ausrichtung der Deutschen Schnellschachmeisterschaft U18 konnte zudem ein schachliches Highlight geschaffen werden, das durch die Integration in das Bundesjugendtreffen zudem einige Zuschauer mehr fand.
Rund 120 Schachspieler fanden den Weg nach Baden-Württemberg - bei insgesamt 1200 Teilnehmern ein überdurchschnittlicher Schnitt.
Direkt vor einer Eisdiele am Marktplatz befand sich unser Infostand, der neben der Möglichkeit, das Schachspiel zu erlernen, vor allem zahlreiche Schachspiele zum Zeitvertreib der Jugendlichen anbot. Obwohl der Stand etwas abseits des Hauptgeschehens lag, lobten viele Besucher vor allem, dass wir es schaffen, ohne große Bühne und Musik eine so angenehme Atmosphäre zu schaffen, um gegen Freunde, aber auch Fremde anzutreten. Die gelben Banner der DSJ waren aber unverzichtbar, um von weitem auf uns aufmerksam zu machen.
Wir nutzten unsere Erfahrungen aus den letzten Jugendsprecher- und Öffentlichkeitsarbeit-Seminaren, indem wir mit geringem finanziellen Aufwand an zahlreichen Orten der Stadt auf unseren Stand hinwiesen: selbstgemalte DIN A3 - Poster zierten nahezu alle öffentlichen Verkehrsmittel, die von den Teilnehmern kostenlos genutzt werden durften, Aufkleber-Spuren führten die neugierigen Bürger durch die Straßen der Stadt in Richtung Marktplatz.
Frei nach dem Motto "Schach ist grenzenlos" waren wir also nicht nur überall anzutreffen, sondern überraschten auch mit ungewöhnlichen Aktionen. Dazu zählten eine Simultanveranstaltung durch die halbe Einkaufsstraße mit Michael Bezold und vielen jugendlichen Simultanspielern und mehrere Unterwasserpartien im Tauchtruck.
Die gute Zusammenarbeit mit der Deutschen Schützenjugend mündete in der Entwicklung des "Schach-Schießens", bei dem bestimmte Punkte auf der Zielscheibe in Züge auf dem Schachbrett eingetauscht werden konnten. Dafür, dass die Spieler sowohl schießen, als auch Schachspielen können mussten, lässt sich eine Zahl von 30 Teilnehmern als durchaus positives Ergebnis ansehen.
Letztendlich beweist uns eine positive Rückmeldung von der deutschen sportjugend, dass wir mit dem Besuch solcher Veranstaltungen einen richtigen Weg einschlagen, um Schach populärer zu machen.
... und auf der Mosellandausstellung
Etwas ruhiger ging es dann im Herbst auf der Mosellandausstellung in Trier zu. Dort konnte sich die DSJ im Rahmen eines großen Standes mit Neun-Tage-Programm des Schachverbandes Rheinland präsentieren. Mit der großen Stellwand, Maskottchen Chessy, Bannern und Infomaterial beteiligte sich die DSJ einen Tag lang auf dieser Messe.
Der Auftritt des Schachverbandes und der Schachjugend Rheinland kann durchaus als Beispiel für eine hervorragende Außendarstellung regionaler Verbände in Zusammenarbeit mit Vereinen und anderen Verbänden aus dem In- und Ausland dienen. Auch in Zukunft wird die DSJ solche Präsentationen mit Rat und Tat gerne unterstützen. Nachahmungen sind erwünscht!
Online ist schneller, ist bunter, ist mehr!Immer schneller, bunter, mehr ... nicht nur im Internet des "digitalen Zeitalters" werden diese Anforderungen mehr und mehr zum Maßstab. Aber gerade im Internet kann man diese Entwicklung am eindrucksvollsten beobachten.
Um so notwendiger ist, dieses Medium sinnvoll zu nutzen. Die Möglichkeiten, die sich hier mittlerweile bieten, können für Verbände und Institutionen, die in der Fläche organisiert sind, entscheidende Vorteile bringen. Um die Möglichkeiten und Ressourcen des Internets besser nutzen zu können, hat der Arbeitskreis Öffentlichkeitsarbeit der DSJ den Entwurf eines Internetkonzeptes vorgelegt.
Ziel des Internetauftrittes ist danach nicht nur eine umfangreiche Information mit Turnierergebnissen, Berichten und Terminhinweisen. Über das Internet soll vor allem auch der Kontakt verbessert werden; der Kontakt zwischen Spielern, zwischen Trainern und Betreuern, den Landesverbänden, Vereinen und der DSJ und allen miteinander. Kurz gesagt: der überarbeitete Internetauftritt wird viele Möglichkeiten zur Kommunikation bieten.
Neben Diskussionsforen, Ideenbörsen zur allgemeinen Jugendarbeit und Umfragen zu aktuellen Themen, wird es Fragerunden zum Spielbetrieb geben. Dazu werden dort Interviews veröffentlicht und Chats mit interessanten Menschen aus der Schachwelt angeboten. Um die Arbeit innerhalb der DSJ und zwischen ihr und den Landesschachjugenden einfacher und schneller zu machen, wird in einem geschützten Bereich ein Forum eingerichtet, der es zum Beispiel erlaubt, Sitzungsunterlagen auszutauschen und Protokolle schneller zu verschicken.
Der Servicegedanke wird bei der neuen Präsentation immer im Vordergrund stehen. Über den eigenen Bereich "Vereinshilfe" wird die DSJ die Landesschachjugenden und insbesondere die Vereine mit Datenpools, Aktionen und Arbeitshilfen unterstützen. Die Homepage wird die Möglichkeit zum Austausch der Schach-Engagierten aller Organisationsebenen bieten.
Neben dem Ausbau des inhaltlichen Angebotes wird die Einbindung audiovisueller Medien und eine attraktive Gestaltung der Seite weiter vorangetrieben. Die Homepage der DSJ soll eine Plattform für alle Jugendschach-Interessierten und -Engagierten werden und die unterschiedlichen Online-Angebote zusammenführen.
Einfach mal reinschauen ... www.deutsche-schachjugend.de
Schach öffentlich machen und nach außen darstellenDie DSJ hatte sich zwei Schwerpunkte für das zurückliegende Jahr gegeben, eines davon war die Öffentlichkeitsarbeit, die allerdings seit längerer Zeit im Mittelpunkt der Aktivitäten steht.
Öffentlichkeitsarbeit im Sinne der DSJ heißt nicht bloß Schachpressearbeit oder Meldungen über besondere Taten des Vorstandes absetzen, sondern wir verstehen darunter vor allem Schach zu verkaufen. Innerhalb der DSJ und nach außen. Innerhalb zum Beispiel durch Bindungen zur DSJ zum Beispiel durch Chessy. Nach außen zum Beispiel durch unsere Messeauftritte (siehe dort).
Der Wechsel in der Funktion des Referenten führte im Sinne einer kontinuierlichen Arbeit in diesem Bereich zu einigen natürlichen Verzögerungen. Dennoch konnten viele Projekte angestoßen beziehungsweise durch den Referenten und den Vorstand zu einem Ende gebracht werden.
... Entwicklung von Werbematerialien
Die DSJ hat mobile Stellwände mit Informationen zu den vielfältigen Tätigkeiten und Aufgaben der Schachjugend gestaltet. Diese wurden sowohl auf Meisterschaften, als auch auf Messeauftritten und weiteren Terminen genutzt.
Außerdem wurde ein Flyer mit allgemeinen Infos und Möglichkeiten der Kontaktaufnahme zur DSJ entwickelt und ebenfalls bei mehreren Veranstaltungen eingesetzt. Dieser Flyer ist so gestaltet, dass er durch das Einlegen weiterer Blätter jederzeit erweitert und speziell vertieft werden kann.
Ein Werbemedium der besonderen Art ist das Maskottchen Chessy, das vor der diesjährigen DJEM neu gestaltet wurde und dort auch gleich mit großem Erfolg zum Einsatz kam.
... Chessy im Fernsehen
Die erfolgversprechende Kooperation mit dem Internet-TV - Anbieter Canalweb endete aufgrund der Einstellung des Sendebetriebes durch das Unternehmen bereits Anfang des Jahres. Nur wenige Ausgaben der Sendung "Diagonal Schachmatt" konnten bis zu diesem Termin produziert werden. Zumindest liegen die ausgestrahlten Sendungen auf CD vor und können zur Werbung für Schach eingesetzt werden [Eventuell ist es möglich, die bereits fertigen Folgen auf der Seite der DSJ zum Download anzubieten].
... Printmedien & Newsletter
Das DSJ-Forum in der Zeitschrift JugendSchach wurde in diesem Jahr unter anderem zur Veröffentlichung einer Serie über Schulschach in Deutschland, dem zweiten Arbeitsschwerpunkt der DSJ in diesem Jahr, genutzt.
Den E-Mail - Newsletter der DSJ mit aktuellen Infos aus dem Jugendschach erhalten mittlerweile nahezu 300 Personen in ganz Deutschland. Zwar gibt es auf Aufrufe nur wenige Rückmeldungen, diese wenigen zeigen jedoch, dass der Newsletter als Informationsmedium anerkannt wird.
Als Ergänzung des regulären Info-Angebotes wurde während der DEM in Willingen ein eigener Newsletter tagesaktuell verschickt, um die neuesten Ergebnisse und Zwischenstände "quasi live" zu verbreiten. Eine neue Stufe der Außendarstellung von Schach bot die Direktübertragung von Partien der Jugendmeisterschaften in Willingen über das Internet mit bemerkenswerten Nutzerzahlen.
In Absprache mit der Rochade Europa soll dort ab sofort eine eigens dafür überarbeitete Version des Newsletters veröffentlicht werden.
... Arbeitskreis Öffentlichkeitsarbeit
Eine der wichtigsten Aufgaben des Jahres 2001 war die Reaktivierung des AK Öffentlichkeitsarbeit. Durch die bisherige enge Zusammenarbeit im AK konnten viele Projekte angestoßen und teilweise auch umgesetzt werden. Seinen Schwerpunkt verlagerte der AK in diesem Jahr auf die Entwicklung neuer Werbematerialien und eines Messekonzeptes. Beide Bereiche werden die Außendarstellung der DSJ verbessern und professionalisieren.
Allgemeiner AusblickEs gilt etwas Luft zu schnappen - aber eigentlich auch nur etwas, denn bis auf das Bundesjugendtreffen erwarten uns wieder viele Höhepunkte:
... Meisterschaften
Die Einzelmeisterschaften werden 2002 in Winterberg ausgetragen; Spielorte sind drei Hallen beziehungsweise Säle. Diese Meisterschaften werden übrigens 2003 (und voraussichtlich auch 2004) wieder in Willingen ausgetragen.
Die Ländermeisterschaften werden vom Verein SF Buer 21/74 unseres Nationalen Spielleiters ausgerichtet, so dass er in Essen-Werden nicht in DSJ-Funktion auftreten wird.
Die Vereinsmeisterschaften wurden vom AK Spielbetrieb wie folgt vergeben, wobei noch kleine Absprachen mit den Ausrichtern nötig sind:
U12: Wilhelmshavener SF, in JH Verden/Aller - Nds U14w: Schachjugend Bezirk Osnabrück-Emsland, in JH Lingen - Nds U16: Torgelow, in JH Burg Stargard - MVp U20: Schach-Events (Guido Springer), in VCH Vario-Hotel Greifswald - MVp U20w: Schachjugend Bezirk Osnabrück-Emsland, in JH Meppen - NdsBezüglich der Meldung zur DVM wird eine doppelte Meldung eingeführt, das heißt die Meldung hat an den DVM-Referenten und an den Nationalen Spielleiter zu erfolgen. Desweiteren traf der AKS die Absprache, dass grundsätzlich auch im Krankheitsfalle bei einer Mannschaftsmeisterschaft keine Spieler nachnominiert werden können.
... Ausbildung
Die Deutsche Schachjugend bietet erstmals im Rahmen der Einzelmeisterschaften von Montag bis Freitag eine Turnierleiter-Ausbildung an. Nach erfolgreich abgelegter Prüfung erhält man eine Lizenz der insgesamt dreistufigen Schiedsrichterausbildung (anschließend Regionaler bzw. Nationaler Schiedsrichter).
Schon im März findet das erste Seminar für Jugendliche statt, zwei weitere werden folgen.
... Schach verkaufen
Natürlich sind wir wieder auf der YOU in Essen und zudem werden wir überlegen, inwieweit Berlin und Stuttgart auch ins Programm genommen werden kann.
Wir arbeiten an neuen Werbematerialien, die auch unsere inhaltlichen Themen wie fair play und Alkohol thematisieren werden. Unser sozialer Partner terre des hommes wird in diesem Jahr durch den bundesweiten Schachtag mit der Veranstaltung "jung gegen alt" im Mittelpunkt verschiedener Aktivitäten stehen.
... Schulschach
Die vom Vorstand im Dezember beschlossene Neuausrichtung der Schulschacharbeit wird 2002 im Mittelpunkt der Arbeit stehen. Der Arbeitskreis Schulschach wird zu bilden sein und seine Arbeit aufnehmen müssen. In der ersten Phase wird die Analyse des Istzustandes anstehen, der Vergleich mit dem Ausland, so dass zu 2003 erste Korrekturen vorgenommen werden können.
... Organisationsentwicklung
Nachdem die Konzeptionen fertiggestellt wurden und zu einem Großteil mit den Schachjugenden diskutiert wurden, steht nun die schwierige Phase der Umsetzung an. Wir freuen uns, dass der Geschäftsführer der dsj Wolfram Ochse sich als ständiger Begleiter dieses Prozesses angeboten hat. Er wird zusammen mit der Projektgruppe der DSJ die Umsetzung betreuen.
... Jubiläum des DSB
Auf dem Festakt des DSB-Jubiläums in Leipzig am 11.05.2002 ist die DSJ gebeten worden, in einem szenischen Spiel dem DSB Ideen über die Zukunft mit auf den Weg in die nächsten 125 Jahre zu geben. Wir haben diese Herausforderung angenommen und werden ein kleines Stück auf dem Festakt vorführen. Natürlich werden wir versuchen, positive Elemente der guten DSJ-Arbeit dem DSB zur Umsetzung vorzuschlagen.
... Zusammenarbeit mit dem DSB
Wenn ein Landespräsident vorschlägt, die Gelder der DSJ für die Leistungssportarbeit des DSB zu verwenden, da die Arbeit der DSJ sinngemäß unsinnig ist, dann kann das heißen, wir machen wirklich schlechte Arbeit am Jugendlichen vorbei, oder es kann heißen, dass wir gegenüber den Erwachsenenverbänden und dem DSB mehr Aufklärungsarbeit und Informationsarbeit leisten müssen.
Da wir wissen, dass wir mit unserer Arbeit den Jugendlichen erreichen - werden wir den Schwerpunkt auf die zweite Lösung lenken. Schon auf dem diesjährigen Kongress des DSB werden wir innerhalb der normalen Tagesordnung das Konzept der zentralen Jugendmeisterschaften vorstellen. Zudem haben das Geschäftsführende Präsidium des DSB und der Geschäftsführende Vorstand der DSJ festgelegt, dass auf der Herbsttagung des Erweiterten Präsidiums die DSJ jeweils einen Tagesordnungspunkt erhält, um über aktuelle Themen der Jugendarbeit zu berichten. Es scheint aber auch dringend geboten, dass eine verstärkte Aufklärungsarbeit in den Landesverbänden stattfindet.
Michael Juhnke
1. Vorsitzender
unter Mitarbeit der Vorstandskollegen Thorsten Haber, Michael Klein, Norbert Lukas, Jan Pohl, Helmut Schumacher, Jörg Schulz, Eike Schwede, Patrick WiebeZurück zur Jugendversammlung 2002
Archiv | Antwort zu häufig gestellten Fragen (FAQs) | Suchfunktion | Impressum
© 1.98 by Gerhard Hund (TeleSchach) für die DSJ in der Deutschen Sportjugend | Update 12.03.2002