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Chessy

Turnierberichte

Internationale Jugendmeisterschaft von Norwegen

Philipp Balcerak in Polen , Leonid Kritz in Budapest sowie
Michael Prusikhin und andere bayrische Spieler in Kecskemét

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Internationale Jugendmeisterschaft von Norwegen

Der hessische Kaderspieler Emanuel Balló vertrat die DSJ in Norwegen bei der gut besetzten internationalen Jugendmeisterschaft.

Mit den skandinavischen Ländern pflegt die DSJ seit vielen Jahren sehr gute Kontakte, weshalb regelmäßig Kaderspieler an den gut organisierten und sportlich interessanten Jugendmeisterschaften der nordeuropäischen Länder teilnehmen können.

Die diesjährige norwegische Jugendmeisterschaft wurde im April in Lorenskog bei Oslo ausgetragen. Traditionell erfolgt die Unterbringung und Betreuung in Gastfamilien.

Emanuel schlug sich in dem siebenrundigem Turnier sehr gut und belegte mit 5 Punkten einen vierten Platz. Damit war er der beste Teilnehmer unter 16 Jahren!

Jörg Schulz nach Infos Harald E. Balló

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Philipp Balcerak in Polen

Es muß nicht immer Ungarn sein, auch im direkten Nachbarland Polen bieten sich viele gute Turniermöglichkeiten, eine davon nahm Philipp Balcerak wahr und erspielte sich eine Elozahl.

Philipp nahm zu Beginn des Jahres am Schachfestival in Krakau teil und erspielte sich dort seine zweite Elo-Norm. Das Festival war schon sein drittes in Polen gespieltes Turnier. Zuvor spielte er die Festivals in Swidnica und Polanica Zdroj mit. Die Turniere in Polen sind gut organisiert und zumeist auch gut besetzt. Man findet unter den Teilnehmern viele Spieler aus den Ländern der ehemaligen Sowjetunion und zudem auch immer viele Kinder und Jugendliche. Die Festivals bestehen jeweils aus vier Turnieren:
A - Turnier - für Spieler mit ELO-Zahlen
B - Turnier - für Spieler 1800 bis 2200
C - Turnier - für Spieler bis 1800
D - Turnier - für Kinder bis 15 Jahre

In Krakau spielte Philipp im A Turnier, bei dem einige Spieler ohne ELO-Zahl zugelassen waren. Er startete gut in das Turnier. Besonders zufrieden war er mit seiner Partie gegen den sehr guten polnischen Jugendlichen Jakub Filipek (2410 ELO). In der Partie hatte er sehr lange Vorteil, schließlich eine Gewinnstellung, doch dann endete sie doch remis. Seinen dümmsten Fehler, so schreibt Philipp, hatte er in einer Gewinnstellung gegen seinen einzigen nicht ELO-Gegner gemacht. Seine 4 Punkte aus 9 Partien bringen ihm in der nächsten FIDE-Liste eine Elozahl von 2140 Punkten.

Jörg Schulz nach Infos Philipp Balcerak

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IM - Turnier in Budapest, Mai 1998

Leonid Kritz wachte noch auf.

Zwischendurch mußte man in großer Sorge um Leonid bei seinem ersten großen IM-Turnier sein, denn nach gutem Start verlor er ständig an Boden und mehrere Partien. Doch dann legte er wohl die Scheu vor den erfahrenen Spielern ab und zeigte den internationalen Gegnern noch einmal die Zähne. Seine 6,5 Punkte aus 13 Partien sind ein beachtliches Ergebnis.

 
    Name                  Land Rtg Pkte  1 2 3 4 5 6 7 8 9 0 1 2 3 4 

 1. Karatorossian, David  ARM 2375 10,5  # = 1 1 1 1 = = = = 1 1 1 1 
 2. WGM Hoang, Trang      VIE 2350  9,0  = # = 1 = 1 = 0 = = 1 1 1 1 
 3. Hera, Imre            HUN 2245  8,0  0 = # 1 1 = 1 1 0 0 + 1 = = 
 4. Yoos, John            CAN 2365  7,5  0 0 0 # 1 = = = = 1 1 1 = 1 
 5. Toth, Andras          HUN 2325  7,0  0 = 0 0 # = 1 1 1 = = 0 1 1 
 6. IM Dudas, Janos       HUN 2405  7,0  0 0 = = = # = = 1 = = = 1 1 
 7. FM Arnold, Ferenc     HUN 2315  6,5  = = 0 = 0 = # = 1 = 1 0 1 = 
 8. IM Eperjesi, Laszlo   HUN 2365  6,5  = 1 0 = 0 = = # = = 0 = 1 1 
 9. Kritz, Leonid         GER 2185  6,5  = = 1 = 0 0 0 = # 1 0 1 1 = 
10. IM Farago, Sandor     HUN 2285  6,0  = = 1 0 = = = = 0 # 1 0 0 1 
11. Pinter, Gabor         HUN 2135  5,0  0 0 - 0 = = 0 1 1 0 # 1 1 0 
12. Gruzman, Boris        RUS 2290  4,5  0 0 0 0 1 = 1 = 0 1 0 # = 0 
13. Göczö, Melinda        HUN 2175  3,5  0 0 = = 0 0 0 0 0 1 0 = # 1 
14. Skorna, Ullrich       GER 2195  3,5  0 0 = 0 0 0 = 0 = 0 1 1 0 # 

Jörg Schulz

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Michael Prusikhin sichert sich den IM-Titel

Frühjahrssturniere in Kecskemét

Bereits zum fünften Mal fanden in der Karwoche im ungarischen Kecskemét die alljährlichen Frühjahrssturniere unter Leitung des sympathischen Schachtrainers Imre Pal statt. Neben dem Open, das vorwiegend zur Erreichung von Elo-Halbzahlen oder der Verbesserung bestehender Wertungen diente, richtete die Bayerische Schachjugend diesmal ein besonderes Augenmerk auf das IM-Rundenturnier, bei dem ihr elostärkster Spieler, Michael Prusikhin, seine dritte und letzte IM-Norm schaffen sollte.

Der Auftakt des in Kategorie III ausgetragenen IM-Turnieres sah für den jungen Favoriten Prusikhin alles andere als erfolgversprechend aus. In der ersten Runde waren alle Bemühungen, die Stellung noch zu halten, umsonst und die erste Null in der Tabelle. Doch es sollte die einzige bleiben! Ein fulminanter Zwischenspurt mit 5,5 Zählern aus sechs Partien brachte ihn wieder auf Erfolgskurs und mit letztlich 6,5 Zählern am Ende verdient auf den alleinigen ersten Platz, der zugleich die erhoffte Norm perfekt machte! Einen herzlichen Glückwunsch dazu auch an dieser Stelle!

Doch auch die weiteren jungen Spieler setzten sich gut in Szene. Andreas Stocker setzte trotz seiner mit Abstand kleinsten Elozahl (2060) alle seine Gegner unter Druck und schnitt besser ab, als von ihm vor Turnierbeginn erwartet werden durfte (3 Punkte). Einen Punkt besser machte es Stefan Bromberger (2340), wenngleich seine „Trauben etwas höher hingen“. Den geteilten fünften Rang - und damit einen weiteren halben Zähler besser - erkämpfte sich mit starken 3,5 Punkten aus den letzten vier Partien der ebenfalls aus Bayern mit angereiste FM Thomas Gietl.

IM-Turnier Kecskemét

 1. Michael Prusikhin    BAY  2430    6,5
 2. IM Ildoko Madl       HUN  2380    6,0
 3. FM Attila Parkanyi   HUN  2390    5,5
 4. IM Zoltan Sarösi     HUN  2360    5,0
 5. FM Thomas Gietl      BAY  2320    4,5
 5. Andras Nagy          HUN  2195    4,5
 7. Stefan Bromberger    BAY  2340    4,0
 8. IM Tibor Farkas      YUG  2340    3,5
 9. Andreas Stocker      BAY  2060    3,0
10. Viktor Vamos         HUN  2200    2,5

44 Teilnehmerinnen und Teilnehmer zählte das offenen Turnier. Zehn Jugendliche und zwei Elterteile stellten ein starkes Kontingent. Zwar reichte es nur für einen der Nachwuchsspieler des bayerischen Kaders zum Gewinn eines Preisgeldes, doch schafften fast alle übrigen Halbzahlen zwischen 2070 und 2270, womit nicht in jedem Fall gerechnet werden konnte.

Gregory Pitl aus Augsburg spielte am Schlußtag gegen den späteren Sieger IM Sandor Videki (2430) am Spitzenbrett und war damit bester deutscher Akteur auf Rang neun. Knapp dahinter plazierte sich Eric Rolle vom SK Schwabmünchen, der Zwölfter wurde und seine gute Turnierform durch eine hart umkämpfte Partie in der letzten Runde, die er unglücklich verlor, fast mit einem Spitzenrang hätte krönen können.

Solide waren die Leistungen von Christian Köpke aus München, der trotz seiner erst dreizehn Jahre mit eröffnungstheoretischer Beschlagenheit aufwartete und des Allgäuers Markus Orf, der sieben Runden hintereinander ungeschlagen blieb und ebenfalls fünf Zähler auf sich vereinigte. Stärkste Gegner waren auch Matthias Meingast aus Rosenheim zu bescheinigen, der fünfzig Gewinnprozente bei einer Halbzahl von 2270 holte. Auf den weiteren Rängen im Mittelfeld trugen sich sein Bruder Markus Meingast, der erst zwölfjährige Franz Guttenthaler, Alexander Gasthofer sowie Geor Ter ein.

ELO-Open Kecskemét

 1. IM Sandor Videki     HUN            8,0
 2. IM Ciprian Nanu      ROM            8,0
 3. Imre Lovass          HUN            7,0
 4. Endre Ambrus         ROM            6,0
 9. Gregory Pitl         Göggingen      5,5
12. Christian Köpke      Pasing         5,0
17. Markus Orf           Kaufbeuren     5,0
19. Matthias Meingast    Rosenheim      4,5
23. Markus Meingast      Rosenheim      4,5
27. Alexander Gasthofer  Bad Kissingen  4,0
36. Georg Ter            Kaufbeuren     3,5
39. Matthias Dirmeier    Wackersdorf    3,5

(Bericht Hans Brugger)

Es ist schon erstaunlich, daß immer wieder fast nur die Bayerische Schachjugend durch ihre sehr gute Förderarbeit auffällt, die in ihren Hauptpunkten daraus besteht, ihre Kaderspieler durch Training, Lehrgänge und trainerbegleitete Turnierteilnahmen, sowie ihr jährliches Eloturnier zu unterstützen. Wo bleiben die Aktivitäten der anderen Schachjugenden? Ähnliches hört man eigentlich nur aus Baden und Württemberg.

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© 1.98 by Gerhard Hund (TeleSchach) für die DSJ in der Deutschen Sportjugend | Update 25.11.2001