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Berichte und Kurznachrichten

Deutsche Meisterschaften der Vereine 1997

DVM U20 , DVM U20 w , DVM U15 , DVM U15 w , DVM U13


Weihnachten zur Deutschen ?

Kein Problem, die DSJ bietet Reisen in vier Bundesländer an. Teilnehmen kann man an fünf Deutschen Meisterschaften der Vereine, oder wer die Qualifikation nicht geschafft hat, der kann zumindest als Zuschauer dabei sein.

Die Meisterschaften werden alle im Zeitraum 26.-30.12.1997 gespielt.

Die DVM U20 trifft sich in Magdeburg / Sachsen-Anhalt.

Gespielt wird täglich nachmittags bis auf die erste Runde, die noch am Anreisetag abends gespielt wird, und die letzte Runde, die beginnt morgens um 9.00 Uhr in der Aula der Grundschule Leiterstraße 9, direkt neben dem Jugendgästehaus Magdeburger Hof, in dem alle 14 Mannschaften untergebracht werden.

Dies ist übrigens die erste DVM U20, die ohne Mädchen- und Schülerbrett (C-Jugend) gespielt wird. Die letzte DVM mit den beiden Sonderbrettern gewann der Hamburger SK. Der HSK ist wieder dabei, genau wie die SG Bochum, König Tegel und viele andere starke Mannschaften.

SG Bochum gewinnt wieder !

Zum ersten Male wurde die traditionsreiche DVM U20 ohne Mädchen- und Schülerbrett mit nur noch sechs Jugendlichen gespielt. Dies änderte an der Dominanz der SG Bochum jedoch nichts, wie in den Jahren zuvor, ließen sie nichts anbrennen und führten vor der letzten Runde das Teilnehmerfeld schon mit 2 Punkten Vorsprung an, ehe sie gegen Mainz den ersten Punkt abgaben. Die Siegesserie der Bochumer war nur im letzten Jahr unterbrochen worden durch den Hamburger SK, der durch einige Altersabgänge diesmal jedoch nicht zur direkten Konkurrenz werden konnte. Diese Rolle übernahmen überraschend die Schachfreunde Mainz.

Die Meisterschaft wurde durch den USC Magdeburg ausgerichtet, der allerdings schachlich eindeutig eine Nummer zu klein für dieses Turnier war.

Endstand nach 5 Runden

 1. SG Bochum           NRW     9:1     20,0
 2. Sfr. Mainz          R-Pf    8:2     17,5
 3. Hamburger SK        HH      6:4     18,5
 4. Brühler SK          NRW     6:4     17,5
 5. SF Bischofswerda    Sac     6:4     17,0
 6. SC Diogenes         HH      5:5     15,5
 7. A E Magdeburg       S-A     4:6     14,5
 8. SV Empor Erfurt     Thü     4:6     14,0
 9. SV Wolfbusch        Wür     4:6     13,0
10. 1. SC Anhalt        S-A     4:6     12,5
11. SK König Tegel      Ber     4:6     12,5
12. USC Magdeburg       S-A     0:10     7,5

Die DVM U20 der Mädchen wird in Württemberg in Alfdorf ausgetragen.

Man erreicht Aldorf über Schwäb Hall oder Crailsheim, allerdings fährt zu dieser Zeit nicht immer ein Linienbus. Gespielt und gewohnt wird in der Jugendherberge Alfdorf. Gespielt wird täglich vormittags ab 8.00 Uhr, am 27. und 29.12. auch nachmittags zusätzlich um 14.00 Uhr, am 28.12. abends um 18.30 Uhr. Erstmalig seit Bestehen dieser Meisterschaft haben sich 19 Mannschaften gemeldet. In den letzten Jahren war man froh, wenn man auf 14 Teams kam.

Spielvereinigung Leipzig dominierte !

Haushoch überlegen war die Spielvereinigung Leipzig allen anderen Mannschaften bei der Mädchenmeisterschaften der Vereine. Mit drei Punkten Vorsprung erreichten sie das Ziel und nur zweimal fiel der Sieg mit 2,5 Punkten (gespielt wird in allen anderen DVMs an vier Brettern) etwas knapper aus, gleich in der ersten Runde gegen den SK Meppen, und dann gegen den Lokalrivalen Turm Leipzig. Alle anderen Teams wurden mit 3:1 beziehungsweise 4:0 Punkten geschlagen.

Die Meisterschaft wurde in Württemberg durch den FC Aldorf ausgerichtete, der kurzfristig sogar eine zweite Mannschaft ins Rennen schicken mußte, um das Teilnehmerfeld zu begradigen.

Endstand nach 7 Runden 

 1. SpVgg Leipzig       Sac   14:0    21,5
 2. SK Turm Emsdetten   NRW   11:3    21,0
 3. Fort. Großharthau   Sac   11:3    18,0
 4. SC Mosbach          Bad    9:5    15,0
 5. SK Meppen           Nds    8:6    17,0
 6. SV Chemie Guben     Bra    7:7    15,5
 7. SV Spr. Hitdorf     NRW    7:7    15,0
 8. SG Turm Leipzig     Sac    7:7    14,5
 9. SV Puschendorf      Bay    7:7    13,5
10. Ratinger SK         NRW    7:7    13,5
11. SV Rüdersdorf       Bra    6:8    13,5
12. SK Heidenheim       Wür    6:8    13,0
13. Turm Winterbach     Saa    6:8    12,0
14. FC Aldorf I         Wür    4:10    9,0
15. SC Röss. Diestedde  NRW    1:13    7,0
16. FC Aldorf II        Wür    1:13    5,0

Genauso verhält es sich auch mit der DVM U15 der Mädchen.

Mit zwanzig Mannschaften ist sie voll besetzt. Sie findet statt in der Sportschule Emsland / Marstall Clemenswerth in Sögel. Ausrichter sind die Sfr. St. Johannes Spelle. Alles Orte, die man nicht kennt. Alle liegen im Emsland, das wiederum bahnmäßig an Münster angeschlossen ist.

SAV Torgelow Meister !

Souverän punkteten die Mädchen vom SF Brackel bis zur 4. Runde und lagen auch mit einem Punkt Vorsprung an der Tabellenspitze, denn die Verfolger Torgelow aus Mecklenburg-Vorpommern und Leipzig-Gohlis hatten sich gerade 2:2 getrennt. Überrascht war von dieser Führung keiner, denn in dem Team spielten die drei Schwestern Naiditsch mit, wobei von ihnen Irina die bekannteste ist mit der größten internationalen Erfahrung. Doch auch von den beiden Schwestern Ewgenia und Maria erwartete man viel. Doch schon in der fünften Runde wurden sie von den Mecklenburgerinnen entzaubert und in der letzten Runde verloren sie sogar noch gegen Leipzig, so daß am Ende nur Platz vier blieb!

Torgelow sollte eigentlich gar nicht mitspielen dürfen, denn ihre Meldung ging verspätet ein und das Feld war mit zwanzig Mannschaft komplett. So fand sich die Mannschaft, die nach eigener Einschätzung zu den Favoriten gehören sollten, plötzlich auf der Nachrückerliste wieder! Die Telephone liefen heiß, doch es war nichts zu machen, die Devise hieß warten, warten. Und tatsächlich sagten einige Mannschaften noch ab, es mußte die Meisterschaft sogar mit nur 19 Mannschaften gespielt werden, so daß die Torgelower doch noch ins Feld rutschten. Und sie bewiesen, daß ihre eigene Einschätzung nicht übermütig war. Nur gegen die beiden Leipziger Mannschaften ließen sie eine Punkteteilung zu. Ein schöner Erfolg für einen Verein, der eine kontinuierliche Jugendarbeit gerade im Mädchenbereich betreibt!

Ausgerichtet wurde die Meisterschaft durch die SF Spelle in Niedersachsen.

Endstand nach 7 Runden:

 1.  SAV Torgelow        M-V   12:2    19,5
 2.  SC Leipzig-Gohlis   Sac   11:3    19,0
 3.  SV Rüdersdorf       Bra   10:4    18,0
 4.  SF Brackel          NRW   10:4    17,5
 5.  SpVgg Leipzig       Sac    9:5    17,0
 6.  TuS Bramsche        Nds    8:6    17,0
 7.  SG Porz             NRW    8:6    16,0
 8.  TuS Weida           Thü    8:6    12,5
 9.  SV Pasewalk         M-V    7:7    16,5
10.  TSG Wittenberg      S-A    7:7    15,0
11.  SF Spelle           Nds    7:7    14,0
12.  SV Wolfbusch        Wür    7:7    14,0
13.  PSV Dorfen          Bay    7:7    14,0
14.  Karlsruher SF       Bad    6:8    17,0
15.  SC Schachelschweine HH     5:9    12,0
16.  SC Vaterstetten     Bay    5:9    11,0
17.  SKK Nordwalde       NRW    5:9    10,0
18.  SV Chemie Guben     Bra    5:9     9,5
19.  SK Meppen           Nds    3:11    8,5

Die DVM U15 sollte monatelang in Hamburg stattfinden,

dann nahm der zuständige DSJ- Spielleiter Dr. Störing dem AMTV in Hamburg die Meisterschaft kurzfristig weg und vergab sie nach Baunatal bei Kassel in Hessen. Leider liegen von dieser Ausrichtung keine Informationen vor.

Überraschungssieg durch den SC Stadthagen !

Spannung bis zur letzten Partie gab es auf der U15 Meisterschaft und einen Favoritensturz. Zumindest hatten viele König Tegel aus Berlin gute Chancen ausgerechnet und sie führten die Tabelle nach sechs Runden auch mit einem Punkt Vorsprung an. Doch der SC Stadthagen auf Platz zwei liegend nutzte im direkten Duell seine Möglichkeiten und schlug Tegel mit 2,5:1,5. Das Spitzenbrett von Stadthagen ist bundesweit bekannt, Felix Gerland ist Kadermitglied und der U13-Meister von 1996. Doch wer sind die anderen? Diese Frage stellt sich den Teilnehmern der DVM U15 nun nicht mehr, sie durften Christian Regert, Sebastian Müsing und Jan Krensing ausführlich kennenlernen. Eine Niederlage mußten die Vier verkraften, da kamen sie wohl mit der Mädchenpower des Hamburger SK nicht zurecht, der mit Leonie Helm und Malin Klawonn antrat. Zudem gewährten sie noch dem VfL Eberstadt aus Württemberg ein Unentschieden, und das war's dann auch schon! Durch die Niederlage der letzten Runde mußte Tegel sogar noch die Leipziger aufgrund der besseren Feinwertung an sich vorbeiziehen lassen und am Ende mit Platz drei zufrieden sein.

Ausgerichtet wurde die Meisterschaft vom SK Baunatal in Hessen.

Endstand nach 7 Runden:

 1.  SC Stadthagen       Nds   11:3    19,5
 2.  SC Leipzig-Gohlis   Sac   10:4    17,5
 3.  SK König Tegel      Ber   10:4    17,5
 4.  Hamburger SK        HH    10:4    17,0
 5.  SG Enger/Spenge     NRW    9:5    15,0
 6.  KS Iserlohn         NRW    8:6    16,5
 7.  Brühler SK          NRW    8:6    16,5
 8.  SF Birkenfeld       Bad    8:6    16,0
 9.  FC Tegernheim       Bay    8:6    15,5
10.  VfL Eberstadt       Wür    8:6    15,0
11.  SV Rüdersdorf       Bra    8:6    12,5
12.  USG Chemnitz        Sac    7:7    14,0
13.  TSV Weissenburg     Bay    6:8    13,5
14.  TSG Wittenberg      S-A    6:8    12,0
15.  SK Baunatal         Hes    5:9    12,0
16.  ZSG Waltershausen   Thü    5:9    11,0
17.  Delmenhorster SK    Bre    4:10   10,0
18.  SV Wermelskirchen   NRW    4:10    9,0
19.  SG Merchweiler      Saa    3:11   11,0
20.  SK Herborn          Hes    2:12    9,0

Die DVM U13 sollte ebenfalls beim AMTV in Hamburg stattfinden,

wurde dann aber kurzfristig nach Verden / Niedersachsen vergeben. Gespielt und gewohnt wird in der Jugendherberge Verden, Saumurplatz 1, 27283 Verden. Gespielt wird täglich um 9.00 und 14.00 Uhr, am 30.12. nur vormittags.

SF Dortmund Brackel gewinnt !

Die Herzen der Dortmunder müssen in der sechsten Runden tief in die Hosen gerutscht sein, denn sie verloren gegen den Dresdner SC mit 1,5:2,5 Punkten und lagen nur noch aufgrund des besseren Brettpunktestandes auf Platz 1. Bis zu dieser Runde hatten sie eine souveräne Vorstellung geboten mit ihrem Ausnahmespieler Arkadij Naiditsch an Brett 1. Dann aber dieser Wackler! In Runde sieben ließen sie nichts anbrennen und legten schnell ein 4:0 vor. Bei Dresden reichte es aber selbst nur zu einem 2:2 gegen König Tegel, so daß für Brackel doch noch ein "echter" Sieg mit einem Mannschaftspunkt Vorsprung heraussprang.

Die Meisterschaft wurde kurzfristig übernommen und ausgerichtet durch die Wilhelmshavener SF.

Endstand nach 7 Runden

 1. SF Brackel          NRW  12:2    21,0
 2. Dresdner SC         Sac  11:3    16,5
 3. SK König Tegel      Ber   9:5    17,5
 4. Unterpf.-Germering  Bay   9:5    16,5
 5. SG Bochum 31        NRW   9:5    14,5
 6. SK Lehrte           Nds   8:6    16,0
 7. SV Plauen           Sac   8:6    15,5
 8. Wilhelmshavener SF  Nds   8:6    15,0
 9. SAV Torgelow        M-V   8:6    14,5
10. SF Schöneck         Hes   8:6    14,0
11. SV Empor Erfurt     Thü   7:7    14,5
12. Windischeschenbach  Bay   6:8    15,0
13. Hamburger SK        HH    6:8    14,0
14. SG Turm Trier       R-Pf  6:8    13,5
15. SG Porz             NRW   6:8    13,5
16. BSC Rehberge        Ber   5:9    10,5
17. SC Vaterstetten     Bay   4:10   10,0
18. Baiertal-Schatth.   Bad   4:10    9,5
19. SC Magstadt         Wür   4:10    9,5
20. SV Esens            Nds   2:12    9,0

Jörg Schulz

03. Januar 1998

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