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Chessy

Berichte und Kurznachrichten

November 1997

Ländermeisterschaften , Internationale Jugendmeisterschaft , Jugendopen Manhem


Ländermeisterschaften der DSJ

Thüringen und Baden erfolgreich

Bei den Ländermeisterschaften der DSJ setzten sich die vier Mädchen aus Thüringen mit Elisabeth Pähtz an der Spitze souverän durch. In einem direkten Durchmarsch ließen sie den übrigen Teams keine Chance.

Hingegen hatten es die sechs Jungen aus Baden sehr viel schwerer. Die Gegner leisteten mehr Widerstand, zum Teil machten es sich die Badener gerade an den Spitzenbrettern selbst durch ihr nächtlich sportliches Treiben sehr schwer. So wurde die letzte Runden gegen Bayern unnötig verloren.

Die diesjährigen Ländermeisterschaften fanden im Euromill Hotel in Templin statt, das sehr gute Bedingungen bot. Und mit dem Team um Heinz Brunthalter organisierten erfahrene Fachleute dieses Jugendevent.

Jörg Schulz

Abschlusstabelle der Jungen

 1. Baden                11:3    27,0
 2. Rheinland-Pfalz      10:4    25,5
 3. Hessen I             10:4    24,0
 4. Bayern               10:4    23,0
 5. Saarland              9:5    23,0
 6. Hamburg               8:6    26,0
 7. Berlin                8:6    23,5
 8. Thüringen             8:6    23,5
 9. Nordrhein-Westfalen   8:6    23,0
10. Schleswig-Holstein    8:6    20,5
11. Niedersachsen         7:7    22,5
12. Württemberg           6:8    24,0
13. Hessen II             6:8    20,5
14. Sachsen               6:8    20,5
15. Sachsen-Anhalt        4:10   16,5
16. Mecklenburg-Vorp.     4:10   11,0
17. Brandenburg           3:11   14,5
18. Bremen                0:14    9,5

Die Brettbesten:

Brett 1:  Stephan Becking (Saarland)       5,5  
Brett 2:  Jens Kipper (Rheinland-Pfalz)    5,5  
          Daniel Fötsch (Thüringen)        5,5  
Brett 3:  Florian Grafl (Hessen I)         5,5  
Brett 4:  Rainer Buhmann  (Baden)          7,0 !
Brett 5:  Matthias Breitfeld (Sachsen)     5,0  
Brett 6:  Raimund Preusser (Niedersachsen) 5,5  

Deutsche Ländermeisterschaft Mädchen

 1. Thüringen            14:0    24,5
 2. Sachsen              11:3    18,0
 3. Sachsen-Anhalt       10:4    15,5
 4. Nordrhein-Westfalen   8:6    17,5
 5. Hamburg               8:6    15,0
 6. Niedersachsen         7:7    14,5
 7. Hessen                7:7    13,5
 8. Mecklenburg-Vorp.     7:7    13,0
 9. Baden                 6:8    13,0
10. Schleswig-Holstein    6:8    13,0
11. Berlin                6:8    12,0
12. Rheinland-Pfalz       6:8    11,5
13. Bayern                6:8    10,5
14. Brandenburg           4:10   12,0
15. Württemberg           4:10   11,5
16. Bremen                2:12    9,0

Die Brettbesten:

Brett 1:  Elisabeth Pähtz (Thüringen)      6,0  
Brett 2:  Leonie Helm (Hamburg)            7,0 !
Brett 3:  Julia Belostozkaja (Thüringen)   6,0  
Brett 4:  Carolin Umpfenbach (Thüringen)   6,0  

Starke internationale Jugendmeisterschaft der DSJ

Früher war die internationale Jugendmeisterschaft ein Einladungsturnier für 16 Jugendliche, zur Hälfte mit Elozahlen. Dann öffnete man das Turnier zu einem interessanten Jugendopen. Doch nachdem diese Turnierform bei den Jugendlichen keinen Anklang mehr fand, ging man wieder zum Einladungsturnier zurück. Im Gegensatz zu früher achtet man aber jetzt darauf, daß die Gegnerschaft für den deutschen Nachwuchs von erlesener Stärke ist und Normen und Elogewinne möglich sind.

So trat zum ersten Mal bei einer Internationalen Jugendmeisterschaft der DSJ mit Thomas Pähtz ein Großmeister auf, hinzu kamen mehrere IMs. Da ist es klar, daß man bei den sehr jungen deutschen Teilnehmern im Endklassement weiter hinten suchen muß. Und doch ist von Enttäuschung bei den DSJ-Vertreter keine Spur. Sie schlugen sich erfolgreich und sammelten fleißig Elopunkte. Holger Grund als erfahrener Jugendvertreter kämpfte sogar lange um eine IM-Norm, die er dann aber leider nicht mehr erreichte.

Daß GM Pähtz das Turnier nicht gewann, lag hauptsächlich an seiner Abreise vor Turnierende zusammen mit seiner Tochter und Tina Mietzner, denn die Damenbundesliga rief, und da werden die beiden jungen Damen von ihrem Verein unbedingt benötigt.

Die Meisterschaft ging unter der Leitung von Detlef Kürten, dem Referenten für Spitzensport der DSJ, und dem Organisationsteam von Heinz Brunthaler in einem Hotelkomplex in Oberhof über die Bühne.

Jörg Schulz

Internationale Jugendmeisterschaft

 1. IM Petr Velicka      CSR     2410    6,0     44,5
 2. IM Janis Klovans     LIT     2465    6,0     43,5
 3. IM Witalis Sapis     POL     2435    6,0     43,5
 4. IM Vlastimil Nedela  CSR     2340    6,0     42,0
 5. Piotr Bobras         POL     2330    6,0     41,5
 6. Nicolai Pedersen     DAN     2300    5,5     37,5
 7. Maciej Nurkiewicz    POL     2355    5,0     44,0
 8. IM Michael Schwarz   GER     2395    5,0     40,5
 9. Holger Grund         DSJ     2325    5,0     40,5
10. GM Thomas Pähtz      GER     2480    5,0     37,0
11. Jakob Filipek        POL     2410    5,0     36,5
12. IM Lajos Seres       HUN     2305    4,5     41,0
13. Simon Bekker-Jensen  DAN     2305    4,5     38,0
14. Florian Handke       DSJ     2255    4,5     34,5
15. Manuel Feige         DSJ             4,5     31,5
16. Ferenc Langheinrich  DSJ     2210    4,0     39,5
17. IM Michal Konopka    CSR     2410    4,0     38,0
18. Jörg Wegerle         DSJ     2080    4,0     31,5
19. Philipp Mai          DSJ     2215    3,5     36,0
20. Elisabeth Pähtz      DSJ     2175    3,5     34,0
21. Florian Grafl        DSJ     2155    3,5     31,5
22. Felix Gerland        DSJ     2250    3,0     36,5
23. Thomas Pähtz         DSJ     2135    3,0     31,5
24. Emanuel Balló        DSJ     2195    3,0     31,5
25. Fredrik Hallberg     SWE     2315    3,0     27,5
26. Tina Mietzner        DSJ             2,0     26,0

Manhem Open in Göteborg

Thomas Pähtz feierte mit seinem zweiten Platz beim Jugendopen in Schweden einen großen Erfolg. Der zweite deutsche Teilnehmer Felix Gerland kam immerhin noch auf den 10. Platz.

Kurzfristig erreichte die DSJ die Einladung zum traditionellen schwedischen Jugendopen, das zum 17. Mal ausgerichtet wurde von Mats Eriksson, ohne den im Jugendschach in Schweden nichts läuft. Trotzdem konnte die DSJ eine schlagkräftige Truppe entsenden, und nachdem es bisher erst einen deutschen Erfolg bei diesem Turnier gab, wäre diesmal fast der zweite dazu gekommen ...

Über Kopenhagen nach Göteborg ging die Reise von Thomas Pähtz und Felix Gerland. Begleitet wurden sie von IM Heiko Machelett. Die Unterbringung erfolgte privat in einem Apartment, insgesamt glänzte Mats Eriksson mit einem gut organisiertem Turnier.

Gespielt wurden 7 Runden mit der Bedenkzeit von 100 Minuten für 40 Züge, dann 60 Minuten für 24 Züge plus Hängepartie, zu der es zum Glück bei den Deutschen nicht kam.

Der Schwede Jonas Eriksson dominierte mit 5 Siegen in Folge das Turnier. In der letzten Runde kam es zum Showdown zwischen ihm und Thomas. Die Partie endete remis durch Dauerschach und Thomas reichte das für den zweiten Platz mit 5,5 aus 7 ohne Verlustpartie!

Felix spielte etwas glücklos, zeigte aber großes kämpferisches Engagement. Nach einer Niederlage gegen den späteren Dritten Meelis Kanep aus Estland in der sechsten Runde war allerdings bei ihm die Luft raus. Er mußte sich mit 4 Punkten und dem 10. Platz begnügen.

Der ausrichtende Verein Manhem hat übrigens 490 Mitglieder und ist damit der zweitgrößte Verein hinter Rochade Stockholm. Dort pflegen 1.200 Mitglieder das Schachspiel! Wie man das wohl organisiert?

Infos von Heiko Machelett

Jugendopen Manhem

 1. Jonas Eriksson      SWE     6,0
 2. Thomas Pähtz        DSJ     5,5
 3. Meelis Kanep        EST     5,5
 4. Pontus Cartsson     SWE     5,0
10. Felix Gerland       DSJ     4,0

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© 1.98 by Gerhard Hund (TeleSchach) für die DSJ in der Deutschen Sportjugend | Update 24.11.2001