Jugendspielordnung - DSJ (Stand 29.03.2000)
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§ 1 Organisation des Spielbetriebs und Spielberechtigung
1.1 Die Deutsche Schachjugend (DSJ) regelt den Jugendspielverkehr, soweit er über den Rahmen
der Mitgliedsverbände des Deutschen Schachbundes e.V. (DSB) hinausgeht, insbesondere die
unter § 1.3 aufgeführten Veranstaltungen.
1.2 Die nachfolgenden Bestimmungen gelten in gleicher Weise für Spielerinnen und Spieler.
1.3 Die DSJ veranstaltet - sofern im Haushalt die dafür erforderlichen Mittel bereitgestellt
sind - alljährlich folgende Turniere:
1. Deutsche Einzelmeisterschaft für Jugendliche unter 18 Jahren (DEM U 18),
2. Deutsche Einzelmeisterschaft für weibliche Jugendliche unter 18 Jahren (DEM U 18w),
3. Deutsche Einzelmeisterschaft für Jugendliche unter 16 Jahren (DEM U 16),
4. Deutsche Einzelmeisterschaft für weibliche Jugendliche unter 16 Jahren (DEM U 16w),
5. Deutsche Einzelmeisterschaft für Jugendliche unter 14 Jahren (DEM U 14),
6. Deutsche Einzelmeisterschaft für weibliche Jugendliche unter 14 Jahren (DEM U 14w),
7. Deutsche Einzelmeisterschaft für Jugendliche unter 12 Jahren (DEM U 12),
8. Deutsche Einzelmeisterschaft für Jugendliche unter 10 Jahren (DEM U 10),
9. Deutsche Meisterschaft für Länder-Jugendmannschaften (DLM),
10. Deutsche Meisterschaft für Ländermannschaften der weiblichen Jugend (DLMw),
11. Deutsche Meisterschaft für Vereins-Jugendmannschaften (DVM U 20),
12. Deutsche Meisterschaft für Vereinsmannschaften der weiblichen Jugend (DVM U 20w),
13. Deutsche Meisterschaft für Vereinsmannschaften der Jugend unter 16 Jahren (DVM U 16),
14. Deutsche Meisterschaft für Vereinsmannschaften der weiblichen Jugend unter 14 Jahren
(DVM U 14w),
15. Deutsche Meisterschaft für Vereinsmannschaften der Jugend unter 12 Jahren (DVM U 12),
16. Deutsche Schulschach-Mannschaftswettbewerbe (DSM).
1.4 An diesen Veranstaltungen können nur Jugendliche teilnehmen,
1. die die deutsche Staatsangehörigkeit besitzen oder seit mindestens einem Jahr ihren
Hauptwohnsitz in der Bundesrepublik Deutschland haben.
2. die durch ihre Mitgliedsorganisation dem Deutschen Schachbund (DSB) gemeldet sind.
1.5 Die DSJ veranstaltet Turniere für Jugendliche in verschiedenen Altersklassen. Stichtag für
alle Altersklassen ist der 31. Dezember des dem laufenden Geschäftsjahr vorangegangenen
Jahres.
1.6 Die Turnierleitung obliegt bei allen von der DSJ ausgeschriebenen Turnieren dem jeweils
zuständigen Mitglied im Arbeitskreis Spielbetrieb. Im Falle der Verhinderung oder aus
Gründen der Zweckmäßigkeit können nach Abstimmung im Arbeitskreis Spielbetrieb fachlich
Geeignete mit der Turnierleitung betraut werden.
1.7 Als letzte Instanz der DSJ in spieltechnischen Fragen entscheidet der Arbeitskreis
Spielbetrieb. § 2.7 bleibt unberührt.
§ 2 Spielweise, Spielregeln, Streitfälle
2.1 Die Spielregeln des Weltschachbundes (FIDE), die Auslosungsbestimmung des Weltschachbundes
(FIDE), die Turnierordnung und Satzung des DSB und die Jugendordnung der DSJ bilden einen
Bestandteil dieser Spielordnung und sind grundsätzlich anzuwenden, wenn diese Spielordnung
keine abschließende Regelung trifft.
2.2 Zu allen von der DSJ ausgerichteten oder beschickten Turnieren hat das zuständige Mitglied
im Arbeitskreis Spielbetrieb eine detaillierte Ausschreibung mit sämtlichen Einzelheiten,
insbesondere den Richtlinien der Kostenerstattung sowie der Art und dem Umfang der
Aufsichtsführung, bekanntzugeben. Ferner ist vor Turnierbeginn bekanntzugeben,
- wo und wann die Runden gespielt werden,
- Auslosungsmodus, Zeitpunkt und Ort der Auslosung; bei Turniere nach Schweizer System
für jede Runde,
- die Hilfswertung bei Punktgleichheit,
- die Bestimmungen über die Berichterstattung,
- Meldefristen
Auch die im jährlichen Ausschreibungsheft der DSJ veröffentlichten Meldefristen sind
einzuhalten. Wird eine Meldefrist überschritten, wird dem Landesverband schriftlich eine
Nachfrist von zwei Wochen gesetzt. Bleibt auch die Nachfrist ungenutzt, hat das zuständige
Mitglied im Arbeitskreis Spielbetrieb das Recht, den Platz anderweitig zu vergeben.
a) Bei Einzelturnieren ist für minderjährige Spieler der Meldung eine schriftliche Erklärung
der Erziehungsberechtigten beizufügen, aus der hervorgehen muß, daß diese mit einer
Teilnahme des betreffenden Spielers einverstanden sind, die Bestimmungen der Ausschreibung
zur Kenntnis genommen haben und diese akzeptieren. Es gilt sinngemäß Abs. 2 Sätze 4 und 5.
b) Soweit nach dieser Spielordnung die Betreuung von Spielern oder Mannschaften durch
Begleiter vorgeschrieben ist, sind diese vor Turnierbeginn innerhalb einer vom zuständigen
Mitglied im Arbeitskreis Spielbetrieb zu bestimmenden Frist diesem gegenüber namentlich zu
benennen. Es gilt sinngemäß Abs. 2 Sätze 4 und 5. Begleiter, die durch Beschluß des
DSJ-Vorstands als ungeeignet erkannt wurden, dürfen nicht benannt werden. Der Beschluß nach
Satz 3 ist zu begründen und dem Betroffenen und dessen Landesverband bekanntzugeben.
§ 3 Abs. 6 gilt entsprechend.
2.3 Sofern nichts anderes bestimmt ist, beträgt die Spielzeit 40 Züge in zwei Stunden. Nach der
ersten Zeitkontrolle müssen die verbleibenden Züge innerhalb einer Stunde durch jeden
Spieler ausgeführt werden.
Für Mannschaftsturniere kann das zuständige Mitglied im Arbeitskreis Spielbetrieb bei
zwingenden organisatorischen Erfordernissen eine andere Bedenkzeitregelung mit der
Ausschreibung festsetzen.
2.4 Alle Turniere sind nach der letzten Runde abgeschlossen.
2.5 Proteste haben keine aufschiebende Wirkung. Nach Beendigung des Turniers können Proteste
nicht mehr eingebracht werden.
2.6 Alle Spieler, Mannschaften und Begleiter sind verpflichtet die Bestimmungen dieser
Spielordnung und die zu der betreffenden Veranstaltung ergangene Ausschreibung im Sinne des
fair play zu beachten sowie die allgemeine Ordnung des Turniers zu wahren. Diese
Verpflichtung erstreckt sich auf das Verhalten in der Unterkunft und während der spielfreien
Zeit. Sie beinhaltet insbesondere die Beachtung allgemeiner Gebote und Verbote, die von
Turnierleitung, Ausrichter und Träger der Unterkunft erlassen wurden. Verstöße können nach
§ 3 geahndet werden.
§ 3 Ordnungsmaßnahmen
3.1 Bei Verstößen gegen die Spielordnung können die nachfolgenden Strafen verhängt werden.
3.2 Maßnahmen des Schiedsrichters und Turnierleiters:
a) Ermahnung,
b) Verwarnung,
c) Verweis,
d) Zeitstrafen,
e) Annullierung von Spielergebnissen und Anordnung von Wiederholungsspielen,
f) Erkennung auf Verlust von Partien,
g) Aberkennung eines Punktes oder mehrerer Punkte am Ende des Turnieres ohne Einflußnahme
auf ein Einzelergebnis,
h) Anordnung, den Spielraum zu verlassen,
i) Anordnung, den Zuschauerraum zu verlassen.
Bei wiederholten oder groben Verstößen können weiterhin
j) Geldbußen bis zu 200,- DM
k) Ausschluß von der laufenden Veranstaltung,
l) Anordnung, die Unterkunft zu verlassen,
verhängt werden.
Die vorliegende Aufzählung ist nicht abschließend. Der Schiedsrichter und Turnierleiter ist
ermächtigt, Maßnahmen nach eigenem Ermessen zu treffen.
3.3 Gegen diese Maßnahmen können Betroffene unverzüglich, spätestens jedoch vor der nächsten
Runde bei dem aus drei Mitgliedern und zwei Stellvertretern gewählten Turnierschiedsgericht
Einspruch erheben. Ausgenommen sind hiervon Maßnahmen nach Tz. 3.2 j) und k), sofern der
Ausschluß bereits vor Turnierbeginn erfolgte.
3.4 Gegen einen Bescheid nach Tz. 3.2 j) und k), soweit nicht das Turnierschiedsgericht
zuständig ist, ist innerhalb von zwei Wochen nach Turnierschluß Einspruch beim Nationalen
Spielleiter möglich, welcher endgültig entscheidet.
3.5 Maßnahmen des Nationalen Spielleiters der DSJ über Tz. 3.2 hinaus:
a) Geldbußen bis zu 2.000,- DM,
b) Spielsperren für die Dauer von bis zu zwei Jahren.
3.6 Gegen einen Bescheid nach 3.5 kann innerhalb von zwei Wochen nach Erhalt Einspruch beim
Turniergericht des DSB eingelegt werden.
3.7 Einsprüche haben keine aufschiebende Wirkung.
3.8 Bei allen Ordnungsmaßnahmen ist der Grundsatz der Verhältnismäßigkeit anzuwenden. Die
Entscheidungen sind hinsichtlich des festgestellten Sachverhalts, der Notwendigkeit der
Maßnahme und der Abwägungen zur Art der Maßnahme schriftlich zu begründen. Auf die
schriftliche Begründung kann bei Maßnahmen nach Tz. 3.2 verzichtet werden, wenn der
Betroffene die Maßnahme akzeptiert.
§ 4 Allgemeine Bestimmungen für Einzelturniere
4.1 Soweit nichts anderes bestimmt ist, gelten für alle Einzelturniere die nachfolgenden
Bestimmungen dieses Abschnittes.
4.2 Bei Punktgleichheit gelten bei DEM U 12 und bei der DEM U 10 folgende Kriterien:
1. Buchholzwertung,
2. verfeinerte Buchholzwertung,
3. Siegwertung,
4. Startrangliste.
Bei allen anderen Turnieren nach dem Schweizer System gelten folgende Kriterien:
1. Gegner-Wertungsdurchschnitt,
2. Buchholzwertung,
3. Siegwertung,
4. Startrangliste.
4.3 Bei Punktgleichheit gelten bei Rundenturnieren für alle Plätze nachfolgende Kriterien:
1. Sonneborn-Berger-Wertung,
2. Siegwertung,
3. Startrangliste.
4.4 Minderjährige Spieler müssen von einer volljährigen Person begleitet werden. Der Begleiter
unterstützt den Turnierleiter bei der Wahrnehmung der gebotenen Aufsicht nach Maßgabe der
örtlichen Gegebenheiten im Rahmen der vor Ort zu treffenden Absprachen. In Zweifelsfällen
entscheidet der Turnierleiter. Die Auswahl einer geeigneten Begleitperson obliegt dem
Landesverband des betreffenden Spielers. Ein Begleiter kann gleichzeitig mehrere Jugendliche
auch aus verschiedenen Landesverbänden betreuen, jedoch nicht mehr als acht. Satz 1 gilt
nicht für die DEM U 18, die DEM U 18w, die DEM U 16, die DEM U 16w, die DEM U 14 und die
DEM U 14w, soweit diese Meisterschaften einzeln ausgerichtet werden. Soweit ein Spieler von
einem Begleiter betreut werden möchte, ohne daß dies aufgrund der vorstehenden Bestimmungen
vorgeschrieben ist, können diesem Begleiter nach Absprache mit dem Turnierleiter ebenfalls
Aufsichtsfunktionen übertragen werden.
§ 5 Allgemeine Bestimmungen für Mannschaftsturniere
5.1 Soweit nichts anderes bestimmt ist, gelten für alle Mannschaftsturniere die nachfolgenden
Bestimmungen dieses Abschnittes.
5.2 Jeder Mannschaftssieg wird mit zwei Punkten, jeder unentschiedene Kampf mit einem Punkt,
der Verlust mit null Punkten gewertet.
5.3 Bei Punktgleichheit gelten bei Schweizer-System-Turnieren folgende Kriterien:
1. höhere Zahl der Brettpunkte aus allen Kämpfen,
2. Buchholzwertung,
3. Siegwertung,
4. direkter Vergleich,
5. Berliner Wertung,
6. Startrangliste
Für Rundenturniere gilt:
1. höhere Zahl der Brettpunkte aus allen Kämpfen,
2. Sonneborn-Berger-Wertung,
3. Siegwertung,
4. Startrangliste.
5.4 Jede Mannschaft wird von einem volljährigen Begleiter betreut. Dieser übt die Aufsicht über
die Spieler seiner Mannschaft aus und ist für diese verantwortlich gegenüber Ausrichter,
Turnierleitung und Bevollmächtigtem der Unterkunft.
5.5 Der Begleiter soll nicht zugleich Spieler sein. Ausnahmen hiervon sind nur mit
ausdrücklicher Genehmigung des zuständigen Mitgliedes des Arbeitskreises Spielbetrieb
möglich. Eine ohne Begleiter angereiste Mannschaft ist ohne diese Genehmigung nicht
startberechtigt.
5.6 Jede Mannschaft benennt dem Turnierleiter einen Mannschaftsführer. Der Mannschaftsführer
ist zuständig für die Mannschaftsaufstellung. Er darf während des Turniers seinen Spielern
raten, die Partie aufzugeben oder fortzusetzen, einen Remisvorschlag anzunehmen oder
abzulehnen und ein Remisangebot abzugeben. Er hat das Recht, im Namen der Mannschaft gegen
Entscheidungen des Turnierleiters Protest einzulegen.
5.7 Für die Vereinsmeisterschaften ist nur spielberechtigt, wer am 15. Juli (Paßschreibungs-
termin) des Vorjahres für keinen anderen Verein spielberechtigt war.
5.8 Zum Meldeschluß können beliebig viele Spieler in fester Reihenfolge gemeldet werden. Die
Mannschaftsmeldung darf von der Aufstellung der Qualifikationsturniere und Landesverbands-
meisterschaften abweichen. Nach Meldeschluß sind keine Nachmeldungen mehr möglich.
5.9 Die Reihenfolge darf während des Turniers nicht mehr geändert werden. Falsche
Brettbesetzung zieht den Verlust der zu tief eingesetzten Spieler nach sich.
5.10 Es kann ein Ersatzspieler eingesetzt werden.
5.11 Bei allen Deutschen Vereinsjugend-Mannschaftsmeisterschaften ist jeweils nur eine
Mannschaft pro Verein startberechtigt. Der Ausrichter kann mit einer zweiten Mannschaft
starten, sofern eine Mannschaft des ausrichtenden Vereins bereits qualifiziert ist, und
dies zum Erreichen einer geraden Teilnehmerzahl führt.
5.12 Bei den Deutschen Vereinsjugend-Mannschaftsmeisterschaften der U12 und der U14w sind die
Mannschaften der Spielstärke nach aufzustellen. Lehnt ein DVM-Referent die Meldung eines
Vereins ab, so kann dieser binnen zwei Wochen die Entscheidung vom Nationalen Spielleiter
kontrollieren lassen.
Bei den sonstigen Deutschen Vereinsjugend-Mannschaftsmeisterschaften müssen die Bretter
eins und zwei aus dem Kreis der besten (ELO-/DWZ-stärksten) drei gemeldeten Jugendlichen
des Vereins besetzt werden.
§ 6 Deutsche Einzelmeisterschaft für Jugendliche unter 18 Jahren (DEM U-18)
6.1 An der DEM U 18 nehmen 24 Jugendliche in der Altersklasse "unter 18 Jahre" (U 18) teil.
6.2 Es wird ein Turnier mit neun Runden nach Schweizer System ausgetragen.
6.3 Das Teilnehmerfeld der DEM U 18 ergibt sich wie folgt:
1. Jeder Landesverband entsendet einen Teilnehmer.
2. Der Arbeitskreis Spielbetrieb vergibt auf Vorschlag des Arbeitskreises Leistungssport
bis zu vier Freiplätze.
3. Der Ausrichter erhält einen Freiplatz.
4. Restplätze werden an die Landesverbände nach der Reihenfolge der gemeldeten jugendlichen
Mitglieder "unter 18 Jahre" vergeben.
6.4 Der Sieger erhält den Titel "Deutscher Jugendmeister U 18 [Jahreszahl]".
§ 7 Deutsche Einzelmeisterschaft für weibliche Jugendliche unter 18 Jahren (DEM U 18w)
7.1 An der DEM U 18w nehmen 24 weibliche Jugendliche in der Alterklasse U 18 teil.
7.2 Es wird ein Turnier mit neun Runden nach Schweizer System ausgetragen.
7.3 § 6 Abs. 3 gilt entsprechend.
7.4 Die Siegerin erhält den Titel "Deutsche Jugendmeisterin U 18 [Jahreszahl]".
§ 8 Deutsche Einzelmeisterschaft für Jugendliche unter 16 Jahren (DEM U 16)
8.1 An der DEM U 16 nehmen 24 Jugendliche in der Altersklasse "unter 16 Jahre" (U 16) teil.
8.2 Es wird ein Turnier mit neun Runden nach Schweizer System ausgetragen.
8.3 Das Teilnehmerfeld der DEM U 16 ergibt sich wie folgt:
1. Jeder Landesverband entsendet einen Teilnehmer.
2. Der Arbeitskreis Spielbetrieb vergibt auf Vorschlag des Arbeitskreises Leistungssport bis
zu vier Freiplätze.
3. Der Ausrichter erhält einen Freiplatz.
4. Restplätze werden an die Landesverbände nach der Reihenfolge der gemeldeten jugendlichen
Mitglieder "unter 16 Jahre" vergeben.
8.4 Der Sieger erhält den Titel "Deutscher Jugendmeister U 16 [Jahreszahl]".
§ 9 Deutsche Einzelmeisterschaft für weibliche Jugendliche unter 16 Jahren (DEM U 16w)
9.1 An der DEM U 16w nehmen 24 weibliche Jugendliche in der Alterklasse U 16 teil.
9.2 Es wird ein Turnier mit neun Runden nach Schweizer System ausgetragen.
9.3 § 8 Abs. 3 gilt entsprechend.
9.4 Die Siegerin erhält den Titel "Deutsche Jugendmeisterin U 16 [Jahreszahl]".
§ 10 Deutsche Einzelmeisterschaft für Jugendliche unter 14 Jahren (DEM U 14)
10.1 An der DEM U 14 nehmen 24 Jugendliche in der Altersklasse "unter 14 Jahre" (U 14) teil.
10.2 Es wird ein Turnier mit neun Runden nach Schweizer System ausgetragen.
10.3 Das Teilnehmerfeld der DEM U 14 ergibt sich wie folgt:
1. Jeder Landesverband entsendet einen Teilnehmer.
2. Der Arbeitskreis Spielbetrieb vergibt auf Vorschlag des Arbeitskreises Leistungssport
bis zu vier Freiplätze.
3. Der Ausrichter erhält einen Freiplatz.
4. Restplätze werden an die Landesverbände nach der Reihenfolge der gemeldeten jugendlichen
Mitglieder "unter 14 Jahre" vergeben.
10.4 Der Sieger erhält den Titel "Deutscher Jugendmeister U 14 [Jahreszahl]".
§ 11 Deutsche Einzelmeisterschaft für weibliche Jugendliche unter 14 Jahren (DEM U 14w)
11.1 An der DEM U 14w nehmen 24 weibliche Jugendliche in der Alterklasse U 14 teil.
11.2 Es wird ein Turnier mit neun Runden nach Schweizer System ausgetragen.
11.3 § 10 Abs. 3 gilt entsprechend.
11.4 Die Siegerin erhält den Titel "Deutsche Jugendmeisterin U 14 [Jahreszahl]".
§ 12 Deutsche Einzelmeisterschaft für Jugendliche unter 12 Jahren (DEM U 12)
12.1 Die DEM U 12 wird in einer Gruppe mit mindestens 50 Jungen und 26 Mädchen aus den
Landesverbänden sowie allen Kaderspielern, die jeweils der Altersklasse "unter 12 Jahre"
(U 12) angehören müssen, ausgetragen.
12.2 Die Teilnehmerzahlen der Landesverbände werden nach den Jahreswertungspunkten errechnet.
Der Arbeitskreis Spielbetrieb kann auf Vorschlag der zuständigen Mitarbeiter neben den
Plätzen für die Kader weitere Freiplätze vergeben.
12.3 Es wird ein Turnier mit elf Runden nach Schweizer System gespielt.
12.4 Die Spielzeit beträgt je Spieler eineinhalb Stunden für 40 Züge und eine halbe Stunde für
den Rest der Partie.
12.5 Der Sieger erhält den Titel "Deutscher Jugendmeister U 12 [Jahreszahl]".
12.6 Das bestplazierte Mädchen erhält den Titel "Deutsche Jugendmeisterin U 12 [Jahreszahl]".
§ 13 Deutsche Einzelmeisterschaft für Jugendliche unter 10 Jahren (DEM U 10)
13.1 Die DEM U 10 wird in einer Gruppe mit mindestens 50 Jungen und 26 Mädchen aus den
Landesverbänden sowie allen Kaderspielern, die jeweils der Altersklasse "unter 10 Jahre"
(U 10) angehören müssen, ausgetragen.
13.2 §12 Abs. 2, 3 und 4 gelten entsprechend.
13.5 Der Sieger erhält den Titel "Deutscher Jugendmeister U 10 [Jahreszahl]".
13.6 Das bestplazierte Mädchen erhält den Titel "Deutsche Jugendmeisterin U 10 [Jahreszahl]".
§ 14 Deutsche Meisterschaft für Länder-Jugendmannschaften (DLM)
14.1 An der DLM nehmen Landesverbandsmannschaften teil. Jeder Landesverband stellt eine
Mannschaft. Der ausrichtende Landesverband stellt zwei Mannschaften.
14.2 Die Landesverbände teilen dem zuständigen Mitglied des Arbeitskreises Spielbetrieb
spätestens zum festgelegten Meldetermin eines jeden Jahres verbindlich mit, ob sie an der
DLM teilnehmen. Ergibt sich danach eine ungerade Teilnehmerzahl, entsendet der Verband mit
den meisten gemeldeten jugendlichen Mitgliedern eine weitere Mannschaft.
14.3 Jede Mannschaft besteht in jedem Mannschaftskampf aus je zwei Jugendlichen der
Altersklassen U 20, U 16 und U 14. Es darf kein Spieler mit einer um mehr als 200 Punkte
schlechteren DWZ vor einem Spieler aufgestellt werden, der eine um mehr als 200 Punkte
bessere DWZ besitzt. Es gilt die zu Turnierbeginn gültige DWZ-Halbjahresliste.
14.4 Es wird ein Turnier über bis zu sieben Runden nach Schweizer System ausgetragen.
14.5 Der Sieger erhält den Titel "Deutscher Mannschaftsmeister der Länder [Jahreszahl]".
§ 15 Deutsche Meisterschaft für Ländermannschaften der weiblichen Jugend (DLMw)
15.1 An der DLMw nehmen Landesverbandsmannschaften teil. Jeder Landesverband stellt eine
Mannschaft. Der ausrichtende Landesverband stellt zwei Mannschaften.
15.2 Die Landesverbände teilen dem zuständigen Mitglied des Arbeitskreises Spielbetrieb
spätestens zum festgelegten Meldetermin eines jeden Jahres verbindlich mit, ob sie an der
DLMw teilnehmen. Ergibt sich danach eine ungerade Teilnehmerzahl, entsendet der Verband mit
den meisten gemeldeten weiblichen jugendlichen Mitgliedern eine weitere Mannschaft.
15.3 Jede Mannschaft besteht in jedem Mannschaftskampf aus zwei weiblichen Jugendlichen der
Altersklasse U 20 und je einer weiblichen Jugendlichen der Altersklassen U 16 und U 14. Es
darf keine Spielerin mit einer um mehr als 200 Punkte schlechteren DWZ vor einer Spielerin
aufgestellt werden, die eine um mehr als 200 Punkte bessere DWZ besitzt. Es gilt die zu
Turnierbeginn gültige DWZ-Halbjahresliste.
15.4 Es wird ein Turnier über bis zu sieben Runden nach Schweizer System ausgetragen.
15.5 Der Sieger erhält den Titel "Deutscher Länder-Mannschaftsmeister der weiblichen Jugend
[Jahreszahl]".
§ 16 Allgemeine Bestimmungen für die Deutschen Meisterschaften für Vereinsmannschaften
(§§ 17-21)
16.1 Zur Ermittlung der teilnehmenden Mannschaften werden folgende Regionalgruppen gebildet:
Nord: Berlin, Brandenburg, Bremen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen,
Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein
West: Nordrhein-Westfalen
Mitte: Hessen, Thüringen, Rheinland-Pfalz, Saarland
Süd-Ost: Bayern, Sachsen
Süd: Baden, Württemberg
Die jeweiligen Landesverbände organisieren den zur Ermittlung der Qualifikanten notwendigen
Spielbetrieb in eigener Verantwortung.
16.2 Die Hälfte der zu vergebenden Plätze einer jeden Meisterschaft wird nach der Anzahl der
gemeldeten Jugendlichen gemäß Ziffer 16.3 auf die Regionalgruppen verteilt. Der Ausrichter
erhält einen Freiplatz. Die verbleibenden Plätze werden nach den Ergebnissen der letzten
drei Jahre gemäß Ziffer 16.4 auf die Regionalgruppen verteilt.
16.3 Die nach Meldezahlen zu vergebenden Plätze werden nach dem Verfahren d´Hondt auf die
Regionalgruppen verteilt. Dabei werden die ZPS-Zahlen der jeweiligen Altersklasse vom Januar
des Jahres, in dem die Meisterschaft stattfindet, herangezogen.
16.4 Es werden die Durchschnittsmannschaftspunktzahlen (DMP) der teilnehmenden Mannschaften für
jede Regionalgruppe für die jeweilige Altersklasse für die vergangenen drei Jahre ermittelt.
Dabei werden die Punktzahlen der letzten beiden Jahre verdoppelt. Die Summe dieser
Punktzahlen bilden (für jede Regionalgruppe und jede Altersklasse) die Grundlage für die
Verteilung der Plätze nach d´Hondt.
16.5 Sollte eine Regionalgruppe (der Ausrichterfreiplatz wird nicht berücksichtigt) nach 16.2
(16.3 - 16.4) keinen Platz zugeteilt bekommen, so erhält diese Regionalgruppe einen Platz,
der von der Zahl der nach Ziffer 16.3 zu vergebenden Plätze abgezogen wird.
Sollte nach der Verteilung nach Ziffer 16.3 oder 16.4 Gleichheit bei dem letzten zu
vergebenden Platz entstehen, so geht dieser Platz an die Regionalgruppe, die die
bestplazierte Mannschaft des Vorjahres aufzuweisen hat.
§ 17 Deutsche Meisterschaft für Vereins-Jugendmannschaften (DVM U 20)
17.1 An der DVM U 20 nehmen vierzehn Vereinsmannschaften teil. Jede Mannschaft besteht aus
sechs Jugendlichen.
17.2 Der Ausrichter erhält einen Freiplatz.
17.3 Es wird ein Turnier über sieben Runden nach Schweizer System ausgetragen.
17.4 Die Spielzeit beträgt je Spieler 2 Stunden für 40 Züge und eine halbe Stunde für den Rest
der Partie.
17.5 Der Sieger erhält den Titel "Deutscher Vereinsmeister der Jugend U 20 [Jahreszahl]".
§ 18 Deutsche Meisterschaft für Vereinsmannschaften der weiblichen Jugend (DVM U 20w)
18.1 An der DVM U 20w nehmen 20 Vereinsmannschaften teil. Jede Mannschaft besteht aus vier
weiblichen Jugendlichen. Eine Spielerin darf einem anderen Verein im gleichen Landesverband
angehören, wenn sie im Qualifikationszyklus - gleich auf welcher Ebene - nicht zuvor für
einen anderen Verein gemeldet wurde.
18.2 Der Ausrichter erhält einen Freiplatz.
18.3 Es wird ein Turnier über sieben Runden nach Schweizer System ausgetragen.
18.4 Die Spielzeit beträgt je Spielerin 2 Stunden für 40 Züge und eine halbe Stunde für den
Rest der Partie.
18.5 Der Sieger erhält den Titel "Deutscher Vereinsmeister der weiblichen Jugend U 20
[Jahreszahl]".
§ 19 Deutsche Meisterschaft für Vereinsmannschaften der Jugend unter 16 Jahren (DVM U 16)
19.1 An der DVM U 16 nehmen 20 Vereinsmannschaften teil. Jede Mannschaft besteht aus vier
Spielern der Altersklasse U 16.
19.2 Der Ausrichter erhält einen Freiplatz.
19.3 Es wird ein Turnier über sieben Runden nach Schweizer System ausgetragen.
19.4 Die Spielzeit beträgt je Spieler 2 Stunden für 40 Züge und eine halbe Stunde für den Rest
der Partie.
19.5 Der Sieger erhält den Titel "Deutscher Vereinsmeister der Jugend U 16 [Jahreszahl]".
§ 20 Deutsche Meisterschaft für Vereinsmannschaften der weiblichen Jugend unter 14 Jahren
(DVM U 14w)
20.1 An der DVM U 14w nehmen 20 Vereinsmannschaften teil. Jede Mannschaft besteht aus vier
weiblichen Jugendlichen in der Altersklasse U 14. Eine Spielerin darf einem anderen Verein
aus dem gleichen Landesverband angehören, wenn sie nicht zuvor im Qualifikationszyklus -
gleich auf welcher Ebene - für einen anderen Verein eingesetzt wurde.
20.2 Der Ausrichter erhält einen Freiplatz.
20.3 Es wird ein Turnier über sieben Runden nach Schweizer System ausgetragen.
20.4 Die Spielzeit beträgt je Spielerin 2 Stunden für 40 Züge und eine halbe Stunde für den
Rest der Partie.
20.5 Der Sieger erhält den Titel "Deutscher Vereinsmeister der weiblichen Jugend U 14
[Jahreszahl]".
§ 21 Deutsche Meisterschaft für Vereinsmannschaften der Jugend unter 12 Jahren (DVM U 12)
21.1 An der DVM U 12 nehmen 20 Vereinsmannschaften teil. Jede Mannschaft besteht aus vier
Spielern der Altersklasse U 12.
21.2 Der Ausrichter erhält einen Freiplatz.
21.3 Es wird ein Turnier über sieben Runden nach Schweizer System ausgetragen.
21.4 Die Spielzeit beträgt je Spieler eineinhalb Stunden für 40 Züge und eine halbe Stunde für
den Rest der Partie.
21.5 Der Sieger erhält den Titel "Deutscher Vereinsmeister der Jugend U 12 [Jahreszahl]".
21.6 Ermittlung der Reihenfolge für die Auslosung:
1. Mannschaftspunkte
2. Brettpunkte [zur Ordnung innerhalb der Auslosungsgruppen]
3. Gegnerdurchschnitt
4. Eigene Wertungszahl
5. Alphabet
Auslosung durch Hälftenbildung, aber keine Wiederholung von Paarungen, möglichst
Farbausgleich, ggf. hoch/runter losen.
§ 22 Deutscher Schul-Mannschaftswettbewerb (DSM)
22.1 Der DSM wird jährlich in fünf Wettkampfklassen (WK) ausgetragen. Teilnahmeberechtigt sind
allgemein- und berufsbildende Schulen außer Institutionen, die überwiegend der Erwachsenen-
bildung dienen.
Spielberechtigt sind:
für die WK 2 alle Schülerinnen und Schüler, die zu Beginn des betreffenden Kalenderjahres
das 17. Lebensjahr noch nicht vollendet haben,
für die WK 3 alle Schülerinnen und Schüler, die zu Beginn des betreffenden Kalenderjahres
das 15. Lebensjahr noch nicht vollendet haben,
für die WK 4 alle Schülerinnen und Schüler, die zu Beginn des betreffenden Kalenderjahres
das 13. Lebensjahr noch nicht vollendet haben,
für die WK M alle Schülerinnen und Abgängerinnen des laufenden Schuljahres, die zu Beginn
des Kalenderjahres, in dem der Wettbewerb stattfindet, das 21. Lebensjahr noch nicht
vollendet haben, für die WK G alle Schülerinnen und Schüler, die die Klassen 1-4 besuchen.
22.2 Jeder Landesverband entsendet je eine Mannschaft, in der WK G zwei Mannschaften, die aus
vier Spielern derselben Schule besteht. Der Ausrichter erhält einen Freiplatz. Bei der WK G
wird ein größeres Feld (Open-Charakter) angestrebt. Der Referent für Schulschach besetzt
ggf. weitere freie Plätze.
22.3 Es wird eine Fahrtkostenspitzenabdeckung auf Grundlage des Haushaltsvoranschlages
durchgeführt. Zugrundezulegen ist der Bundesbahntarif 2. Klasse unter Ausnutzung sämtlicher
Vergünstigungen. Maßgebend für die Fahrtkosten ist der Ort der Schule. Abrechnungsfähig
sind die Kosten der tatsächlich angereisten Stammspieler und des Begleiters. Das zuständige
Mitglied des Arbeitskreises Schulschach kann in der Ausschreibung hiervon abweichende
Richtlinien festsetzen.
22.4 Die Spielberechtigung gemäß §§ 22.1 und 22.2 ist von den jeweiligen Schulleitungen
schriftlich zu bestätigen.
22.5 Die Landesverbandssieger spielen in jeder Wettkampfklasse ein Turnier nach Schweizer
System mit sieben Runden, in der WK G im Regelfall mit neun Runden.
22.6 Die Bedenkzeit beträgt eine Stunde pro Spieler für die gesamte Partie, in der WK G 30
Minuten pro Spieler. Es wird nach den Schnellschachregeln der FIDE gespielt.
22.7 Der Sieger in jeder Wettkampfklasse erhält den Titel "Sieger des Deutschen Schulschach-
Mannschaftswettbewerbs 20.. der Wettkampfklasse 2 (bzw. 3, 4, M und G)".
Zuletzt geändert durch die JV der DSJ am 26.03.2000 in Dresden.
Gültig ab sofort.
Gelsenkirchen-Buer, den 29.03.2000 -NL-
Ausführungsbestimmungen zur Spielordnung der Deutschen Schachjugend
I. Berechnung der Teilnehmerzahlen der DEM U 12 und U 10 nach Jahreswertungspunkten (JWP)
Die Zahl der Starter pro Landesverband steht - mit Ausnahme der Kaderspieler - schon
unmittelbar nach dem alten Turnier fest, es muß nicht bis zum ZPS-Termin 15. Januar des
Folgejahres (Erscheinen der aktuellen Mitgliederzahlen) gewartet werden. Es wird eine
Rangliste (nach JWP) der Verbände erstellt, basierend auf den Resultaten der letzten drei
Deutschen Einzelmeisterschaften und dann eine eindeutige Zuordnung von Plätzen vorgenommen.
Kaderspieler und Ausrichterfreiplätze bleiben wie bisher bestehen.
Das Prinzip der Berechnung:
1.) Die von den Spielern gezeigte Leistung bei den zurückliegenden Deutschen Meisterschaften
soll als Hauptkriterium dienen. Dazu werden die Ergebnisse der drei zurückliegenden
Jahre herangezogen. Da jedes Turnier nach gleichem System (11 Rd. Schweizer System)
absolviert wird, sind die Ergebnisse der vergangenen Jahre vergleichbar. Der Zeitraum
von drei Jahren verlangt von den Verbänden eine dreijährige kontinuierliche Arbeit im
Jugendbereich, fängt aber zugleich ein einmaliges schwächeres Ergebnis auf.
2.) Ermittelt werden die Gesamtpunktzahlen der Spieler jedes Landesverbandes. Holt also ein
Spieler 6.5 Punkte in den 11 Partien, werden dem Landesverband entsprechend 6.5 Zähler
addiert. Die Ausrichterfreiplätze werden dabei nicht berücksichtigt.
3.) Aus der Summe aller Spieler eines Landesverbandes wird der Durchschnitt berechnet.
4.) Zusätzlich zu diesem Durchschnittswert erhält der Verband Bonuspunkte, wenn eine Spieler
in oder ein Spieler unter den ersten zehn der Abschlußtabelle plaziert ist. Es gibt
dafür 1.0 bis 0.1 Punkte. Mädchen, die unter den ersten zehn des Gesamtturniers plaziert
sind, punkten dabei für die Jungen des Verbandes. Bei den Mädchen werden die ersten fünf
Plazierten zusätzlich mit Bonuspunkten (0.5 bis 0.1) für die Mädchenwertung versehen.
5.) Die so erreichten Jahreswertungspunkte werden zu einem Gesamtergebnis addiert. Dabei
erfahren die beiden letzten Jahre eine doppelte, das drittletzte Jahr eine einfache
Gewichtung.
Beispiel:
Baden holte 1994: 4.7; 1995: 3.6; 1996: 4.0 Jahreswertungspunkte. Insgesamt ergeben sich
für die Rangliste der Verbände (4.7*1)+(3.6*2)+(4.0*2) = 19.9 JWP für Baden.
6.) Entsprechend der Rangliste werden Plätze vergeben (Punktgleichheit: aktuellstes Jahr
entscheidet).
Jungen: 1.Platz: 5 Teilnehmer; 2.-5.Platz: 4 Tln.; 6.-10.Platz: 3 Tln; 11.-17.Platz:
2 Teilnehmer.
Mädchen: 1.Platz: 3 Teilnehmerinnen; 2.-8.Platz: 2 Tln.; 9.-17.Platz: 1 Teilnehmerin.
7.) Zusätzlich zu diesen insgesamt 50 Jungen- und 26 Mädchenplätzen erhalten die
Kaderspieler (obwohl sie zur Berechnung der Zahlen beitrugen) Freiplätze. Hinzu kommen
fünf Ausrichterfreiplätze und weitere Freiplätze, die auf Antrag von den zuständigen
AK-Referenten vergeben werden können. Das Teilnehmerfeld umfaßt dadurch rund 90
SpielerInnen.
zuletzt geändert am 27.03.1999 -jj-
II. Ergänzungen zu den allgemeinen Bestimmungen für Einzel- und Mannschaftsturniere (§§ 4 und 5)
Teilnehmer und offizielle Betreuer der Landesverbände bei offziellen Meisterschaften der
DSJ dürfen nicht mit einer Eigenbeteiligung von mehr als 50,- DM Tagessatz belastet werden.
In dem Tagessatz sind die Übernachtungskosten, Kosten für Vollverpflegung und sämtliche
Nebenkosten (incl. Organisationskosten) enthalten. An- und Abreisetag gelten als insgesamt
ein Tag im Sinne dieser Bestimmung. (JV 1998)
III. Ergänzungen für die Zuschauer-Regelung
Gerade in den jüngeren Altersklassen unserer Jugendturniere fühlen sich Mädchen und Jungen
regelmäßig durch die Begleitung ihrer Gegner und durch ihre eigenen Begleiter unter Druck
gesetzt. Auch wenn der größere Teil der Betreuer, Trainer und Eltern sich fair und
zurückhaltend benimmt, so gibt es doch zahlreiche Verdächtigungen der Beeinflussung von
Partien. Auch das Bewußtsein, mehrere Stunden unter Beobachtung der eigenen Begleiter zu
spielen, kann für die jüngeren Spielerinnen und Spieler eine starke Belastung bedeuten.
Die Verantwortlichen der Deutschen Schachjugend werden in ihrer Aufgabe bestärkt, für eine
strikte Einhaltung der sportlich fairen Rahmenbedingungen gerade in den unteren
Altersklassen zu sorgen. Hierbei ist im Zweifelsfall das Interesse der Spielerinnen und
Spieler höher als dasjenige der Zuschauer zu bewerten. (JV 2000)
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