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Chessy

Vive le roi!
Deutsch-Französischer Jugendaustausch, 25.-30. Oktober 2002 in Stuttgart

Aus ganz Deutschland reisten Ende vergangener Woche zehn junge Schachtalente nach Stuttgart, um dort mit zehn französischen Kaderspielern einen kleinen Ländervergleichskampf auszuspielen. Nach einjähriger Pause konnte die Deutsche Schachjugend in 2002 diese gute Tradition des Deutsch-Französischen Jugendaustausches wiederaufleben lassen.

Den sechstägigen Austausch nur auf den Vergleichskampf zu reduzieren, würde der Veranstaltung allerdings nicht gerecht werden. Denn Patrick Wiebe von der DSJ gelang es, ein sehr abwechslungsreiches Programm auf die Beine zu stellen. Für das Wochenende 25./26. Oktober gelang es ihm, den ehemaligen Bundesnachwuchstrainer Michael Bezold für zwei Tage intensiven Schachtrainings zu gewinnen. Montag und Dienstag standen dann ganz im Zeichen des Ländervergleichskampfes, wobei die deutschen Kinder und Jugendlichen die erste Runde mit 5,5:4,5 Punkten für sich entscheiden konnten, das Ergebnis der zweiten Runde war zum "Redaktionsschluss" noch nicht bekannt.

Doch auch abseits des Schachbrettes war das Angebot sehr gut. Bei einem Besuch der Französischen Filmtage, die derzeit zufälligerweise in Stuttgart stattfinden, konnten sich die Teilnehmer den Film "Asterix et Cleopatre" im französischen Original anschauen. Außerdem wurden Ausflüge in das Planetarium und die berühmte Stuttgarter "Wilhelma", den Zoo der Stadt, unternommen. Für Dienstag ist eine Werksführung bei Daimler Chrysler geplant, bevor es am 30. Oktober dann wieder nach hause geht.

Michael Klein, 29.10.02
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Moin, Moin zusammen,
hier schon mal die Ergebnisse des Länderkampfes. Ein kleiner Bericht folgt später.
Mit schwarz-weißen Grüßen
Patrick, 01.11.2002

Vergleichskampf Deutschland - Frankreich

Montag, der 28.10.2002

Deutschland             - Frankreich          5½:4½ 
Aljoscha Feuerstack (w) - Sebastien Monsieux   1:0 
Raphael Rehberg (s)     - Iannis Iglesias      ½:½  
Jacob Roggon            - Cyril Monsieux       0:1
Waldemar Schlötzer      - Sebastien Feller     1:0
Saskia Zikeli           - Joachim Iglesias     1:0
Christain Zemella       - Marie Tatard         1:0
Manuela Mader           - Nadia Cid            0:1
Anja Jehle              - Guillaume Achereiner 0:1
Jennifer Zemella        - Aline Cicet          0:1
Julia Zikeli            - Carole Martin        1:0

Dienstag, der 29.10.2002

Deutschland             - Frankreich          3½:6½ 
Aljoscha Feuerstack (s) - Sebastien Monsieux   ½:½ 
Raphael Rehberg (w)     - Iannis Iglesias      0:1 
Jacob Roggon            - Cyril Monsieux       0:1
Waldemar Schlötzer      - Sebastien Feller     0:1
Saskia Zikeli           - Joachim Iglesias     0:1
Christain Zemella       - Marie Tatard         1:0
Manuela Mader           - Nadia Cid            0:1
Anja Jehle              - Guillaume Achereiner 1:0
Jennifer Zemella        - Aline Cicet          1:0
Julia Zikeli            - Carole Martin        0:1

Deutschland             - Frankreich           9:11

Modus: 1½ Stunden für 40 Züge + ½ Stunde Rest
       Farbwechsel nach der ersten Partie

Schachmatt und Tor für Frankreich

"Vive la France!" hallte es am Mittwoch lautstark durch den Stuttgarter Park. Beobachter konnten jubelnde französische Jugendliche sehen, die gerade eine Gruppe deutscher Jugendlicher mit 2:1 im Fußball geschlagen hatte. Wer kommt bei diesem Bild schon auf die Idee, dass es sich um jeweils 10 nationale Kaderspieler der Schachföderationen handelt, die vom 25.10-30.10 in Stuttgart ihre Kräfte vor allem auf dem Schachbrett gemessen haben? Aber nicht nur im Fußball hatten die Franzosen ihr größeres spielerisches Potential bewiesen. Nachdem die deutschen Spieler die erste Runde des Vergleichkampfes im Schach noch knapp mit 5½ zu 4½ Punkten für sich entscheiden konnten, gewannen die Franzosen die Rückrunde mit 6½ zu 3½ Punkten klar. In der Endabrechnung hieß es also 11 zu 9 für Frankreich und wenn man die Fußballtore noch hinzuzählt sogar 13 zu 10.

Während der Tage stand aber nicht nur der schachliche Vergleich im Mittelpunkt, sondern die gemeinsame Jugendbegegnung der beiden Schachföderationen. So kamen sich die Gruppen auf und neben dem Schachbrett bei Blitzpartien, Unterhaltungen mit Händen und Füßen sowie dem Rahmenprogramm schnell näher. Schon mal in Stuttgart mussten die Jugendlichen natürlich auch mit den hiesigen Sehenswürdigkeiten wie Wilhelma, Planetarium oder Daimler-Benz Museum vertraut gemacht werden. Besonderen Spaß hatten die deutschen und französischen Schachspieler vor allem an den gemeinsamen Blitz- und Tandemturnieren. Den Abschluss bildete ein gemeinsamer Diskobesuch mit den Jugendlichen, bei dem bis in die Nacht hinein ausgiebig getanzt wurde. Die jüngeren Teilnehmer wurden stattdessen in die Geheimnisse des französischen Kartenspiels Taro eingeweiht. Am Ende wollten alle Teilnehmer wissen: "Wo und wann findet die nächste deutsch-französische Jugendbegegnung statt?" Hoffentlich gibt es ein Wiedersehen im nächsten Jahr in Frankreich.

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© 1.98 by Gerhard Hund (TeleSchach) für die DSJ in der Deutschen Sportjugend | Update 03.11.2002